Hands-on

Blackberry Leap auf dem Mobile World Congress ausprobiert

Das Blackberry Leap wurde auf dem Mobile World Congress in Barcelona offiziell vorgestellt. Wir haben das Gerät bereits einem kurzen Test unterzogen. Wir berichten darüber hinaus über Features und Preise sowie über weitere aktuelle Pläne von Blackberry.
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Blackberry Leap im Hands-onBlackberry Leap im Hands-on Wie viele Mitbewerber hat auch Blackberry den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona genutzt, um Neuheiten vorzustellen, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen. Das Blackberry Leap, eines der neuen Smartphones des Herstellers, ist ein Nachfolger der Modelle Z3, Z10 und Z30. Das Gerät wird ausschließlich über den 5 Zoll großen Touchscreen bedient, der HD-Auflösung (720p) bietet. Dieses Handy haben wir am Rande der Messe bereits einem kurzen Test unterzogen.

BlackBerry Leap

Im Gegensatz zu den Blackberry-Modellen Z10 und Z30 soll das neue Handy nicht als Highend-Smartphone positioniert werden. Vielmehr handelt es sich um ein Mittelklasse-Gerät, das der Hersteller in den USA für 275 Dollar verkaufen will. Das zeigt sich auch an der verbauten Technik. So ist der Snapdragon-S4-Plus-Dual-Core-Prozessor, auf dem das Blackberry Leap basiert, fast vier Jahre alt. Immerhin stehen diesem 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite.

Trotz der alles andere als aktuellen Hardware läuft das Betriebssystem Blackberry 10.3.1 absolut flüssig. Nicht testen konnten wir Android-Apps. Hier könnte es durchaus zu Performance-Problemen kommen. Der Amazon App Shop ist, wie bei der aktuellen Blackberry-Firmware üblich, vorinstalliert, so dass sich viele Android-Anwendungen unkompliziert installieren lassen. Gegenüber früheren Fulltouch-Smartphones hat Blackberry das Seitenverhältnis des Displays von 15:9 auf 16:9 geändert. Davon verspricht sich das Unternehmen unter anderem eine bessere Darstellung für Apps, die eigentlich für Android-Handys konzipiert wurden.

Gute Verarbeitung und starker Akku

Das Blackberry Leap ist gut verarbeitet, mit seinen 170 Gramm aber eigentlich etwas zu schwer. Dafür ist der Hersteller einen Akku mit einer Kapazität von 2 800 mAh verbaut, der vermutlich nicht unwesentlich für das hohe Gewicht verantwortlich ist. Nicht bekannt ist, welche Laufzeit der Akku bietet, bis das Smartphone wieder mit dem Ladekabel verbunden werden muss. Schade ist, dass Blackberry wie schon bei den zuletzt veröffentlichten Handys den Akku fest verbaut hat, so dass sich dieser nicht vom Nutzer selbst wechseln lässt.

Das neue Blackberry-Smartphone liegt gut in der HandDas neue Blackberry-Smartphone liegt gut in der Hand Das Smartphone unterstützt die GSM-, UMTS- und LTE-Netze. Auch ein WLAN-Funkmodul steht zur Verfügung. Intern verfügt das Gerät über 16 GB Speicherplatz. Dazu lassen sich microSD-Speicherkarten zur Erweiterung einsetzen. Die Gestensteuerung des Betriebssystems klappt auf dem Blackberry Leap sehr gut und auf der virtuellen Tastatur kommt man nach kurzer Eingewöhnung gut zurecht. Dennoch würde man sich auch hier eine Weiterentwicklung wünschen, beispielsweise die Texteingabe per Swype-Geste, wie von Android und Windows Phone gewohnt.

Das Blackberry Leap liegt mit seiner rauen Rückseite gut in der Hand. Allerdings ist die Zielgruppe des Geräts unklar. Aufgrund des veralteten Prozessors ist die Performance zu schlecht, um das Smartphone als echten Blackberry-Z30-Nachfolger und demnach als Fulltouch-Flaggschiff zu positionieren. Als Handy für Einsteiger oder für Interessenten in Schwellenländern und demnach als Z3-Nachfolger ist das Gerät wiederum zu teuer.

Blackberry-Torch-Neuauflage könnte neues Flaggschiff werden

Im Frühjahr soll das Blackberry Leap auf den Markt kommen, während es für ein zweites neues Smartphone bislang nur wenig konkrete Ankündigungen gibt. Es handelt sich um einen Slider mit nach unten ausziehbarer Hardware-Tastatur. Dazu ist ein zu den Rändern hin gewölbtes Display geplant. Optisch erinnert das am Rande der Messe in Barcelona gezeigte Gerät an die frühere Blackberry-Torch-Reihe. Technische Einzelheiten hat der Hersteller noch nicht verraten und es gibt bislang auch noch keinen genauen Termin für die Markteinführung.

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