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Das Einsteiger-Modell Blackberry Curve 8520 im Test

Einsteiger-Smartphone mit Trackpad, aber ohne UMTS
Von Steffen Herget

Im Innenleben des Blackberry Curve 8520 hat RIM, wie beim Curve 8900, auf die Unterstützung von UMTS verzichtet und setzt stattdessen auf GPRS/EDGE. Die Geschwindigkeit sollte für normales Handy-Surfen und E-Mail-Push auch ausreichen, zumal größere Datenmengen auch über WLAN heruntergeladen werden können. Beim Surfen im Internet fällt allerdings auf, dass dies recht zäh vonstatten geht, der Seitenaufbau dauert teilweise sehr lang. Kurios: Auch in schnellen WLAN-Netzen ist der Geschwindigkeitsvorteil nur gering. Die Anzeige "Skript wird angefordert" oder "Skript wird ausgeführt" unter einer leeren Browser-Seite wird so zu einem häufigen Gast auf dem Display des 8520. Klinkenstecker, USB-Buchse und gummierter Rand Klinkenstecker, USB-Buchse und gummierter Rand
Foto: teltarif.de

RIM BB Curve 8520

Auch auf einen GPS-Empfänger hat RIM beim Blackberry Curve 8520 verzichtet, damit ist der Nutzung von Standort-bezogenen Diensten ein Riegel vorgeschoben und auch die Nutzung als Navigationsgerät unterbunden. Dies dürfte allerdings ein verhältnismäßig leicht zu verschmerzendes Feature sein, wenn man die Ausrichtung des 8520 als Einsteiger-Blackberry bedenkt.

Die Kamera ist schwach, die Gesprächsqualität stark

Wirklich gespart hat RIM bei der Kamera. Diese hat nur eine Auflösung von 2 Megapixel und muss auch ohne Blitz oder Foto-Licht auskommen. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse noch akzeptabel, wird es dunkler, werden die Bilder leicht verwackelt, unscharf oder zu dunkel. Immerhin der Zoom über das optische Trackpad funktioniert gut. Multimedia-Tasten an der Oberseite des Blackberry Curve 8520 Multimedia-Tasten an der Oberseite des Blackberry Curve 8520
Foto: teltarif.de

Um eine komfortable Bedienung der Musikwiedergabe zu ermöglichen, hat RIM an der Oberseite des Handys einige Multimedia-Tasten angebracht. Über diese kann der 8520 als MP3-Player genutzt werden, ohne stets im Menü navigieren zu müssen. Außerdem hat der Curve 8520 eine Buchse zum Anschluss von Kopfhörern mit gängigem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Der interne Speicherplatz ist mit 256 MB zwar nicht besonders groß geraten, kann aber mittels microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden.

Überzeugen kann die Sprachqualität des Curve 8520, der Angerufene war im Test stets klar verständlich und auch die eigene Stimme kam laut und deutlich auf der Gegenseite an. Die Akku-Laufzeit ist, wie bei Smartphones üblich, deutlich von der Intensität der Nutzung abhängig. Wird viel im Internet gesurft, fotografiert und Musik gehört, war in unserem Test nach knapp zwei Tagen Schluss, mit reiner Telefon-Nutzung waren deutlich längere Laufzeiten möglich. RIM verspricht bis zu 408 Stunden Standby und 4,5 Stunden Gespräche, dies sind aber eher theoretische Werte.

Fazit: Günstiges Smartphone mit Stärken und Schwächen

Am Ende kann der Blackberry Curve 8520 auf vielen Gebieten punkten. Das Display kann überzeugen, ebenso die Tastatur. Auch die Bedienung mit dem neuen optischen Trackpad funktioniert problemlos und macht die Umstellung vom gewohnten Trackball einfach. Bei der Ausstattung müssen ein paar Abstriche gemacht werden, die fehlende UMTS-Unterstützung fällt dabei stärker ins Gewicht als der Verzicht auf einen GPS-Empfänger. Insgesamt bekommt der Kunde aber für den empfohlenen Verkaufspreis von 289 Euro ohne Vertrag viel für sein Geld. Wenn die Verarbeitungsqualität bei den ausgelieferten Geräten im Vergleich zu dem getesteten Vorserienmodell noch verbessert wird, dürfte der Blackberry Curve 8520 durchaus seine Anhänger finden.

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