QWERTZ

Blackberry Classic ab sofort für 429 Euro ohne Vertrag bestellbar

Das Blackberry Classic ist ab sofort für 429 Euro in Deutschland vorbestellbar. Wir berichten über alle bekannten Details zum Gerät sowie zu einer neuen Kooperation, die Blackberry jetzt mit dem Konkurrenten Samsung eingegangen ist.
Von mit Material von dpa
AAA
Teilen

Nach dem Blackberry Passport bringt der kanadische Hersteller noch in diesem Jahr ein zweites Smartphone auf den Markt. War der Verkaufsstart für das Blackberry Classic, wie sich das neue Modell nennt, ursprünglich für November geplant, so ist es nun vorgesehen, das mit einer Hardware-Tastatur ausgestatte Handy ab Mitte Dezember auszuliefern.

Für den 17. Dezember will Blackberry Branchenberichten zufolge zu einem Launch-Event einladen, das unter anderem in Frankfurt am Main stattfinden soll. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Stattdessen hat Blackberry nun sein neues Smartphone im hauseigenen Online-Shop zur Vorbestellung freigegeben.

Blackberry Classic vorbestellbarBlackberry Classic vorbestellbar Das kuriose daran ist, dass der Hersteller nach wie vor nicht in allen Einzelheiten verrät, was die Interessenten für den Kaufpreis von 429 Euro, den Blackberry für das Classic derzeit aufruft, bekommen. Technische Daten gibt es nämlich vom Blackberry Classic nur in rudimentärer Form. Dabei deutet einiges darauf hin, dass der Smartphone-Produzent zwar die Navigation durch die Rückkehr beispielsweise der Blackberry-Taste vereinfacht, es sich aber ansonsten um ein Gerät mit nicht ganz aktueller Technik handelt.

Offiziell veröffentlicht hat Blackberry beispielsweise die Daten zur Mobilfunkschnittstelle, die zwar DC-HSPA im UMTS-Netz mit bis zu 42 MBit/s im Downstream unterstützt, aber nur LTE Cat. 3 an Bord hat. Natürlich sollten die bis zu 100 MBit/s für den mobilen Internet-Zugang völlig ausreichen. Dennoch bauen die Mitbewerber von Blackberry bei ihren Smartphone-Spitzenmodellen mittlerweile LTE Cat. 6 an, wodurch Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s möglich sind.

Neu ist auch der Einsatz einer Nano-SIM, wie sie neben vielen Smartphone-Modellen anderer Hersteller auch beim Blackberry Passport bereits zum Einsatz kommt. Wahrscheinlich ist auch ein fest verbauter Akku, wie er bereits bei Geräten wie dem Blackberry Z30, dem Blackberry Q5 oder dem Blackberry Passport zum Einsatz kommt.

Blackberry setzt auf Kooperation mit Samsung

Abseits der Vermarktung eigener Smartphones setzt Blackberry verstärkt auch auf die Vermarktung von Software-Lösungen im Geschäftskundenbereich, mit denen sich beispielsweise auch iPhones und Android-Smartphones administrieren lassen. Am Donnerstag hat der Smartphone-Pionier hierzu eine Kooperation mit dem aktuellen Branchenprimus Samsung angekündigt.

Mit der Allianz sollen Kunden ihre Samsung-Telefone besser über Blackberry-Software verwalten können. Blackberry war beim Absatz seiner eigenen Handys zwar auf nur noch minimale Marktanteile zurückgefallen. Die Software des Konzerns zur Verwaltung mobiler Geräte verschiedener Anbieter wird aber bei Firmen noch breit eingesetzt.

Samsung bietet auf seinen Geräten die Sicherheitslösung Knox an, die vertrauliche Kundendaten schützen soll. Die Südkoreaner taten sich bisher dennoch schwerer im Geschäft mit Unternehmen als etwa der Rivale Apple mit seinen iPhones. Mit der Verbindung zu Blackberry könnte Samsung vom nach wie vor guten Ruf des kanadischen Branchenpioniers bei vielen Firmenkunden profitieren. Blackberry gab darüber hinaus auch Kooperationen mit anderen großen Anbietern wie dem Unternehmenssoftware-Spezialisten Salesforce bekannt. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Mobilfunk-Betreibern wie Vodafone, Verizon Wireless und Orange ausgebaut werden.

Teilen

Weitere Artikel zu den Blackberry-Smartphones