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Android-Jelly-Bean-Apps kommen auf das Blackberry

Rund 20 Prozent aller Blackberry-Apps sind Android-Ports
Aus Orlando berichtet
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Das Blackberry Playbook bietet seit Veröffentlichung der Firmware-Version 2.0 die Möglichkeit, neben speziell für das Tablet programmierten Anwendungen auch Android-Apps zu nutzen. Diese müssen entsprechend portiert und angepasst werden. Das ist aber wesentlich unkomplizierter als die Programmierung einer komplett neuen Applikation.

Mit Blackberry 10 kamen Android-Apps auch auf die Smartphones des kanadischen Herstellers. Die Anwendungen laufen in einem "Android-Player", einer Art virtuellen Maschine innerhalb des Blackberry-Betriebssystems. Das bemerken die Nutzer bestenfalls aber nur dadurch, dass die Menüführung etwas von der nativer Blackberry-Apps abweicht.

Unterstützung für Android-4.2.2-Apps

Blackberry 10 kann auch Android-Apps ausführen - bislang aber keine, die sehr neue Android-Versionen voraussetzen. Das Update auf Blackberry 10.1 unterstützt auch Apps, die für Jelly Bean ausgelegt sind.Das Update auf Blackberry 10.1 unterstützt auch Apps, die für Jelly Bean ausgelegt sind. Bislang lassen sich allerdings nur Android-Applikationen portieren, die für ältere Versionen des von Google initiierten Betriebssystems programmiert wurden. Das soll sich schon bald ändern, wie der Hersteller auf der Blackberry Live in Orlando bekanntgegeben hat. So werden Entwickler künftig auch Jelly-Bean-Apps auf die Blackberry-Smartphones portieren können.

Konkret geplant ist die Unterstützung der Android-Version 4.2.2. Damit dürften nahezu alle auf der Google-Plattform verfügbaren Anwendungen theoretisch nutzbar sein - wenn der Entwickler die Absicht hat, auch Blackberry zu unterstützen. Allerdings gibt es gegenüber der Nutzung auf nativen Android-Geräten einige Einschränkungen.

Nicht alle Features sind verfügbar

Wie Alec Saunders, Vice President Developer Ecosystem von Blackberry, gegenüber teltarif.de bestätigte, ist es beispielsweise nicht möglich, Push-Benachrichtigungen zu verwenden. Das ist vor allem für Messaging-Apps wie Skype und IM+, bei denen es sich um Android-Portierungen handelt, für die Nutzer unbefriedigend. Auch Sport-Live-Ticker, die von Android auf Blackberry 10 portiert wurden, können so nur eingeschränkt auf den Smartphones des kanadischen Herstellers eingesetzt werden.

"Native Apps sind immer besser", räumten Blackberry-Vertreter ein. Doch immerhin rund 20 Prozent der zurzeit 120 000 Anwendungen in der Blackberry World wurden von Android auf das Ökosystem der Kanadier portiert. Gerade im Vorfeld des Blackberry-10-Starts habe man im vergangenen Jahr vor allem versucht, möglichst viele Anwendungen auf die Plattform zu bekommen. Nun verfolge das Unternehmen aber auch das Ziel, mehr nativen und auch exklusiven Content auf Blackberry 10 zu bringen.

Nicht jede App für jedes Blackberry-Smartphone

Das Problem, dass einige bislang auf dem Blackberry Z10 verfügbaren Apps nach dem Update auf die Firmware-Version 10.1 nicht mehr verfügbar sind, sei bekannt. Es handele sich um einen Fehler bei der Codierung der betroffenen Applikationen. Blackberry habe die jeweiligen Entwickler informiert, die nun Anpassungen vornehmen müssten.

Das Problem, dass bestimmte Programme nur auf den Touchscreen-Geräten (derzeit Blackberry Z10), andere aber exklusiv auf den Tastatur-Modellen (derzeit Blackberry Q10, ab Sommer auch Blackberry Q5) zur Verfügung stehen, werde sich aber nicht lösen lassen. Ursache seien die unterschiedlichen Display-Formate der beiden Geräte-Klassen. App-Anbieter müssten ihren Content demnach für beide Formate optimieren. Dieses Ziel verfolgten jedoch nicht alle Entwickler.

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