Ratgeber

Black Friday, Cyber Monday & Co.: Darauf sollten Sie achten

Der Black Friday am 26. November naht. Die Shop­ping-Welt steht aber mit Vorab-Aktionen wie frühen Black-Friday-Ange­boten oder Black Weeks und Co. schon Kopf. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Ange­bots­flut achten sollten.

Der dies­jäh­rige Termin für den Black Friday ist der 26. November, gleich darauf - am 29. November - folgt der Cyber Monday. Bereits jetzt haben viele Händler die Ange­bots­schlachten einge­läutet, in dem sie wie der Online­händler Amazon mit "Frühen Black Friday Ange­boten" oder wie MediaMarkt mit "Black November" locken.

Wer hier keinen kühlen Kopf behält, kann schnell über­for­dert sein, so viele Ange­bote sprießen dieser Tage aus dem Boden. Möchten Sie das ein oder andere Schnäpp­chen schlagen, sollten Sie ein paar Tipps beher­zigen, sonst besteht die Gefahr, dass das vermeint­liche Schnäpp­chen gar keines ist. Denn nicht jedes Angebot, das mit einem Knal­ler­preis ausge­zeichnet ist, ist auto­matisch auch das güns­tigste im Vergleich mit anderen Händ­lern.

Hinweis: Wir werden uns im Ratgeber auf Vergleiche mit Smart­phone-Ange­boten beschränken. Die von uns gemachten Aussagen beruhen auf der Erfah­rung. Eine Garantie, dass zu bestimmen Zeit­räumen auch tatsäch­lich weitere Ange­bote von Händ­lern folgen, gibt es nicht.

Black Friday und Co.: Das A und O ist der Preis­ver­gleich

Viele Händler locken schon vor Black Friday und Cyber Monday mit Angeboten Viele Händler locken schon vor Black Friday und Cyber Monday mit Angeboten
Bild: teltarif.de
Ein gesundes Maß an Skepsis sollten Sie sich gegen­über Ange­boten bewahren, denn kein Händler hat etwas zu verschenken. Wenn ein großer Händler mit tollen Rabatten wirbt, heißt das nicht, dass es keine vergleich­baren Ange­bote gibt. Es kann nämlich sein, dass andere Händler mitziehen und den vermeint­lich besten Ange­bots­preis noch unter­bieten. Ein Preis­ver­gleich kann sich also immer lohnen und viel Zeit nimmt dieser im Hinblick auf Preis­such­maschinen wie idealo auch nicht in Anspruch.

Ange­bote wie im Rahmen einer "Black Week" gelten unter Umständen eine ganze Woche. Wenn Sie sich beispiels­weise für ein Smart­phone inter­essieren, sich aber nicht gleich zum Kauf entscheiden wollen, weil sie noch einige Tage Bedenk­zeit benö­tigen, sollten Sie den noch­maligen Preis­ver­gleich machen. Mögli­cher­weise ist der zunächst beste Preise für das Gerät bei anderen Händ­lern zu einem späteren Zeit­punkt noch­mals gesunken.

Markt­preise von Smart­phones unter­liegen gene­rell starken Schwan­kungen. Das ist insbe­son­dere bei Android-Smart­phones der Fall. Die Preise können nach einem anfäng­lich raschen Verfall auch wieder ansteigen. Wer sich etwas Zeit nimmt und den Markt beob­achtet, kann zu einem späteren Zeit­punkt womög­lich das bessere Schnäpp­chen machen.

Oft ist die UVP ange­geben

Dass Smart­phone-Ange­bote beson­ders güns­tiger erscheinen, liegt daran, dass oftmals die unver­bind­liche Preis­emp­feh­lung als alter Preis ange­geben ist. Dabei handelt es sich dann nicht um den aktu­ellen Markt­preis, der auch ohne beson­dere Ange­bote deut­lich unter der Empfeh­lung des Herstel­lers zum Markt­start liegen kann, weshalb die tatsäch­liche "Ersparnis" gar nicht mal so hoch ausfallen muss.

Das ist insbe­son­dere bei älteren Modellen der Fall, die schon mehrere Monate alt sind oder sogar vor einem Jahr und früher veröf­fent­licht wurden. Oft ist die UVP als alter Preis angegeben. Dabei kann der Marktpreis schon niedriger sein Oft ist die UVP als alter Preis angegeben. Dabei kann der Marktpreis schon niedriger sein
Bild: teltarif.de

Markt­preise schwanken auch mit Release neuer Modelle

Nach Black Friday und Cyber Monday folgt außerdem noch eine lange Vorweih­nachts­zeit. Es ist zu erwarten, dass auch in den rund drei Wochen vor dem Heiligen Abend weitere Ange­bote aus dem Boden gestampft werden - und auch darüber hinaus, beispiels­weise in der ersten und zweiten Janu­arwoche.

Nicht uner­heb­lich ist auch die Veröf­fent­lichung neuer Smart­phone-Modelle. Die Vorstel­lung der Galaxy-S22-Serie von Samsung wird im Januar erwartet, ein Release könnte im Februar folgen. Es ist durchaus möglich, dass unab­hängig von Akti­ons­zeit­räumen die Markt­preise für die Vorgänger Galaxy S21, Galaxy S21+ und Galaxy S21 Ultra weiter fallen, wenn die neuen Modelle veröf­fent­licht worden sind. Vorstellbar sind auch Preis­schwan­kungen der älteren Modelle kurz vor der Keynote, wenn für diese ein offi­zieller Termin bekannt­gegeben wurde.

Smart­phone-Tarif-Bundles

Smart­phone-Tarif-Bundles sind im Rahmen der Black-Ange­bote auch nicht unge­wöhn­lich. Hier sollten Sie unbe­dingt den Preis für die Hard­ware, den Sie in der Regel über einen Zeit­raum von 24 Monaten bezahlen, mit aktu­ellen Markt­preisen vergli­chen. Sollte der Gerä­tepreis im Bundle deut­lich unter­boten werden, könnte sich das Angebot lohnen.

Grund­sätz­lich ist aber zu erwarten, dass inner­halb einer zwei­jäh­rigen Vertrags­lauf­zeit die Markt­preise für das Smart­phone - gerade, wenn es sich wie bereits erwähnt um ein Android-Gerät handelt - weiter schwanken werden und even­tuell sogar unter den Preis rutschen, den Sie im Smart­phone-Tarif-Bundle bezahlen. Dann kann es sich lohnen, das Smart­phone unab­hängig von einem Tarif zu kaufen.

Auf der nächsten Seite sagen wir Ihnen, was die Verbrau­cher­zen­trale zu Rabatt-Aktionen im Online-Handel rät.

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