Spiegel-Bericht

BKA befürchtet Angriff von Cyberterroristen

Laut dem Magazin Spiegel-Online schreibt die BKA-Abteilung Staatsschutz in seinem Bericht "Gefährdungslagebild: Politisch motivierte Kriminalität" über eine steigende Gefährdung durch Cyberterroristen. Diese könnten gezielt kritische Infrastrukturen angreifen. Lesen Sie mehr darüber in unserer Meldung.
Von Jennifer Buchholz
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Einem Bericht von Spiegel-Online zufolge fürchtet das Bundes­kriminal­amt (BKA) derzeit Angriffe von Cyber­ter­roristen. Laut den zuge­gangenen Informationen wollen politisch motivierte Hacker in wichtige Infra­strukturen und Netzwerke eindringen.

Extremisten greifen auf Hackerangriffe zurück

Laut BKA greifen Extremisten zunehmend auf Hackerangriffe zurückLaut BKA greifen Extremisten zunehmend auf Hackerangriffe zurück Spiegel-Online-Redakteuren ging vor Kurzem das "Gefährdungslagebild: Politisch motivierte Kriminalität" der BKA-Abteilung Staats­schutz zu. In diesem Bericht warnen Kriminalisten des Bundes vor Angriffen von politisch motivierten Hackern. Diese wollen in sensible Netze oder kritische Infra­strukturen eindringen und dort Manipulationen vornehmen, die weit­reichende Folgen haben könnten. Statt wie bisher Schuss­waffen und Sprengstoff würden die Extremisten in Deutschland demnach auf Hacker­angriffe zurück­greifen, um ihre politischen Gegner zu schaden.

Diese Vorgehensweise ist bislang nur von ausländischen Geheimdiensten bekannt. Besonders durch die ve­röffentlichten Ent­hüllungen des Whistleblowers Edward Snowden wurden derartige Arbeits­weisen beispiels­weise der NSA oder des GCHQ bekannt.

Bundeswehr trainiert für den Ernstfall

Das BKA sieht die Situation als kritisch an und betont, dass die "Handlungsoption ideologisch handelnder Täter nicht außer Acht gelassen werden" dürfe.

Auch neue Technik, beispiels­weise 3D-Drucker, ist laut Bundes­kriminalamt für den schädlichen Miss­brauch durch Terroristen anfällig. Zudem können hiermit unter anderem auch Waffen und andere gefährliche Gegenstände gebaut werden.

Für einen derartigen Ernstfall trainiert bereits die Bundeswehr. So ist unter anderem in Bonn ein Trupp von Informatikern stationiert, die für ihre Einsätze bei einem möglichen Cyber-Krieg trainieren. Ihre Waffen sind hierbei die digitalen Werkzeuge namens "John the Ripper", "hostenum" oder "chmod", mit denen die Soldaten in kriminelle digitale Netzwerke eindringen können. Ein Einsatz der Computer-Krieger ist jedoch erst möglich, nachdem der Bundestag ein ent­sprechendes Mandat erteilt.

Wie das Kommando "Strategische Aufklärung" für den Ernstfall trainiert, haben wir in einer gesonderten Meldung für Sie beschrieben.

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