Umfrage

Umfrage: Zwei Drittel der Berufs­tätigen im Urlaub erreichbar

Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom sind 64 Prozent der Berufstätigen in Deutschland für den Job auf unterschiedlichen Kommunikationswegen erreichbar.
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Wer an Urlaub denkt, der denkt vermutlich ans Abschalten, an das Erkunden von fernen Ländern und Kontakt mit anderen Kulturen zu haben. Allen voran geht es um die Auszeit vom oft stressigen Berufs­alltag, damit man anschließend frisch gestärkt wieder an die Arbeit gehen kann. Denkt nicht jeder Urlauber so? Sollte man tatsächlich meinen.

Der Digitalverband Bitkom hat jetzt in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass 64 Prozent der Berufstätigen in Deutschland für ihren Job erreichbar bleiben. Demnach lesen 61 Prozent während dieser Zeit Kurznachrichten über Dienste wie iMessage oder WhatsApp. 57 Prozent bleiben für ihren Chef, die Kollegen oder Kunden telefonisch erreichbar. Und jeder Vierte (27 Prozent) liest seine geschäftlichen E-Mails. Laut Bitkom hält sich die Erreichbarkeit weiter auf hohem Niveau, sei aber im Vergleich zum Vorjahr (71 Prozent) leicht zurückgegangen.

Abschalten statt einschalten

64 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind im Urlaub für den Job erreichbar.64 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind im Urlaub für den Job erreichbar. "Gerade im Urlaub sollte man sich aber erholen, durchatmen und deshalb möglichst gut funktionierende Vertretungslösungen suchen", rät Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Jüngere Arbeitnehmer schalten demnach im Urlaub eher ganz ab. Demnach klinken sich vier von zehn (39 Prozent) der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren beruflich komplett aus. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es noch 30 Prozent, bei den über 50-Jährigen 34 Prozent.

Laut Arbeitszeitgesetz müssen Arbeitnehmer im Regelfall außerhalb der Arbeitszeit, beispielsweise im Urlaub und an Feiertagen, nicht erreichbar sein. Dieses Arbeitszeitgesetz gilt aber nicht für leitende Angestellte. Gibt es Ausnahmefälle, in denen es unbedingt notwendig ist, dass der Arbeitnehmer erreichbar ist, sollte eine klare Regelung getroffen werden - beispielsweise bei einem Bereitschaftsdienst. „Besonders problematisch sind Situationen, in denen eine permanente Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt wird, ohne dass dies anderweitig kompensiert wird“, sagt Rohleder.

Für die repräsentative Umfrage wurden 1219 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete: "Sind Sie im Sommerurlaub in diesem Jahr beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar?"

Das Handy ganz ausschalten, fällt vielen Urlaubern vermutlich schwer. Worauf Sie im Urlaub bei der Handynutzung achten müssen, lesen Sie in unserem ausführlichen Reise, Roaming- und Co.-Ratgeber.

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