Ostwestfalen

BiTel kauft künftig VDSL-Leitungen bei Telekom ein

16 MBit/s sind nicht mehr genug: Die lokale Telefongesellschaft BiTel hat einen Vertrag mit der Telekom geschlossen und kauft künftig VDSL Vectoring bei ihr ein. Echte Glasfaserleitungen baut BiTel künftig zunächst vor allem in Gewerbegebieten, Privatkunden sollen in einigen Jahren profitieren.
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BiTel: Glasfaser-Leitungen für Privatkunden nur in AusnahmenBiTel: Glasfaser-Leitungen für Privatkunden nur in Ausnahmen "Wir haben den Rahmenvertrag zum Bezug von Bitstream Layer-2-Vorleistungsprodukten gezeichnet und werden uns an fünf zentrale Übergabepunkte mit der Telekom koppeln und erhalten somit einen Zugang zu den Kabelverzweigern, die bereits mit Vectoring ausgebaut sind", teilte uns vor wenigen Tagen der Geschäftsführer der BiTel aus Bielefeld, Josef Glöckl-Frohnholzer mit. Einige KVz versorgt das Unternehmen auch selbst. Durch den Vertrag kann der lokale Carrier schnelle Internetleitungen in der ganzen Stadt anbieten - auch dort wo die Telekom schneller war mit dem Ausbau.

Buchen können sollen BiTel-Kunden die neuen, schnelleren Leitungen ab Juli zu den Konditionen der BiTel. Bisher kann BiTel in diesen Regionen maximal 16 MBit/s anbieten.

Glasfaser für Privatkunden in Masse erst ab 2022

Den eigenen Netzausbau will das Unternehmen, das zu den Stadtwerken der Stadt gehört, vor allem in den Gewerbegebieten vorantreiben. "Wir konzentrieren uns bis 2022 wesentlich auf Gewerbegebiete um dort die Gewerbetreibende mit Glasfaser zu versorgen. In Neubaugebiete wird von uns projektorient Glasfaser verlegt, wenn eine bestimmte Ausbauquote erreicht wird", so Josef Glöckl-Frohnholze. "Wir werden ab 2022 verstärkt in FTTB-Ausbau für Privatkunden investieren, wenn die Nachfrage nach höheren Bandbreiten so groß geworden ist, dass eine ausreichende Nachfrage nach Glasinfrastruktur gegeben ist."

Bisher keine Wholesale-Anfrage durch Telekom

Umgekehrt baut auch BiTel VDSL Vectoring aus. 15 eigene Kabelverzweiger hatte das Unternehmen nach Informationen von teltarif.de im Dezember vergangenen Jahres ausgebaut. Drei von ihnen befinden sich im Bielefelder Vorwahlbereich, die anderen in Oerlinghausen, Werther und Gütersloh-Friedrichsdorf. Nach Angaben von BiTel gibt es derzeit noch keine Anfrage der Telekom, hier entsprechende Vorleistungen einzukaufen. "Hierzu haben wir keine Anfrage von der Telekom. Wir bieten, wie von der BNetzA gefordert die Bereitstellung eines Layer-2-Bitstrom-Vorleistungszugangsprodukts [...] ebenfalls an", so BiTel auf Nachfrage.

Die Telekom hatte Anfang des Jahres erstmals offiziell bekannt gegeben, dass sie Leitungen bei einem Mitbewerber einkauft, um sie dann unter eigenem Namen zu verkaufen. Für die Kunden unterscheiden sich die Konditionen jedoch von den normalen Telekom-Angeboten.

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