Achterbahn

Bitcoin-Kurs stürzt ab: Panik-Verkäufe bei digitaler Währung

Online-Börse musste aufgrund des Andrangs weitere Server installieren
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Panik im Handel mit der digitalen Kunstwährung Bitcoin: Der Wert der dezentral verwalteten Geldeinheit an den internationalen Online-Börsen stürzte binnen weniger Stunden um 60 Prozent in die Tiefe, konnte sich dann aber wieder etwas erholen. Der Betreiber der Online-Börse Mt. Gox [Link entfernt] , über die nach eigenen Angaben der größte Teil des Bitcoin-Handels abgewickelt wird, sprach von Panik-Verkäufen, die das System überfordert hätten. Jetzt sollen zusätzliche Server installiert werden, um den Andrang zu bewältigen.

Bitcoin-Kurs stürzt ab: Panik-Verkäufe bei digitaler WährungBitcoin-Kurs stürzt ab Die Zahl der Transaktionen habe sich innerhalb von 24 Stunden verdreifacht, erklärte Mr. Gox heute in einem Facebook-Eintrag [Link entfernt] . Jeden Tag würden 20 000 neue Konten bei der Online-Börse eingerichtet. In den vergangenen Wochen war der Kurs des Bitcoin rasant nach oben geschossen. Seit Jahresbeginn kletterte er von zehn auf über 250 US-Dollar und galt damit gemessen am Kursanstieg als die erfolgreichste Währung. Sogar große Vermögensverwalter zeigten angeblich Interesse an der virtuellen Währung: Viele befürchteten, ihr "normales" Geld sei hinsichtlich der Probleme in der Euro-Zone nicht mehr sicher.

Tiefer Fall binnen weniger Stunden

Bis Mittwoch stieg der Bitcoin-Kurs zunächst auf 266 Dollar, um dann binnen weniger Stunden auf 105 Dollar abzustürzen. Der Kurs erholte sich heute auf etwas mehr als 179 Dollar. Vor einem Jahr war die "Hacker-Währung" noch mit fünf Dollar bewertet worden. Unter dem Eindruck der Euro-Probleme stößt das lange Zeit belächelte Bitcoin-Konzept nun auf eine steigende Nachfrage. Skeptiker befürchten eine Spekulationsblase.

Das 2009 gestartete Bitcoin-Projekt erzeugt das digitale Zahlungsmittel mit der Abkürzung BTC mit einer zeit- und rechenaufwendigen Verschlüsselungstechnik, die jedes Kopieren unmöglich macht. Die Währung wird vor allem für Transaktionen im Internet verwendet. Die Zahl der Währungseinheiten ist auf 21 Millionen begrenzt. Der zuletzt stetig gestiegene Kurs gegenüber herkömmlichen Währungen ergibt sich aus Angebot und Nachfrage in Tauschbörsen.

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