Zukunftstrends

Der Körper ersetzt das Passwort

Verbraucher stehen dem Einsatz von Biometrie in mobilen Geräten positiv gegenüber und wünschen sich mehr Verbindung zu ihrem Smartphone. Vor allem im Bereich Gesundheitsüberwachung und Personentracking.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Smartphone-Nutzer stehen Biometrie-Funktionen wie der Erkennung per Fingerabdruck oder Augen-Scan laut einer Umfrage sehr aufgeschlossen gegenüber. So wären 61 Prozent bereit, ihr Smartphone mit dem Fingerabdruck zu entsperren und 48 Prozent würden dafür ihr Auge von der Kamera abscannen lassen, ergab eine Erhebung des Netzwerk-Ausrüsters Ericsson. Rund jeder zweite Smartphone-Nutzer würde sogar gern alle Internet-Passwörter durch Einlesen des Fingerabdrucks ersetzen.

Apple hatte in seinem neuen iPhone 5s im Herbst die Möglichkeit zum Entsperren per Fingerabdruck eingeführt. Der Hacker und Biometrie-Spezialist Starbug demonstrierte allerdings kurz nach der Markteinführung, wie der Fingerabdruck-Sensor in einem aufwändigen Verfahren durch eine Fingerattrappe überlistet werden kann. Auch der CCC bestätigte diese Sicherheitslücke.

Trendstudie zeigt Entwicklungen auf

Verbraucher wünschen sich ihr Smartphone als Allround-Talent und -WegbegleiterVerbraucher wünschen sich ihr Smartphone als Allround-Talent und -Wegbegleiter Ericsson befragte für seine aktuelle Trend-Studie 5 000 weltweit aktive Smartphone-Nutzer in 40 Ländern und 15 Metropolen. Als weitere Entwicklungen kamen dabei unter anderem der Wunsch nach einer nahtlosen Nutzung von Video-Inhalten über verschiedene Geräte hinweg sowie ein großes Interesse an Fitness-Anwendungen zutage. Letztere beziehen sich vor allem auf die Kontrolle und Überprüfung der eigenen Gesundheit, die mittels Verknüpfung zwischen Nutzer und Smartphone erfolgen soll. Zusätzlich sollen diese Daten dann auch an den Hausarzt oder an ein Krankenhaus zur Überprüfung übermittelt werden, wünschen die befragten Studienteilnehmer. Auch ein wichtiger Trend sind Apps. Durch ihre intensive Nutzung im Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, haben sie das Kommunkationsverhalten der Menschen verändert. In diesem Zusammenhang ist für die Besitzer mobiler Endgeräte auch die ständige Verfügbarkeit von mobilem Internet wichtig. Dabei sehen die Befragten den größten Nachholbedarf im Bereich von U-Bahnen und Unterführungen. Hier ist die Verbindung sehr schlecht oder erst gar nicht vorhanden. Auch das verfügbare Datenvolumen soll laut Verbraucher weiter ausgebaut werden. Dies liegt vor allem daran, dass die Verbraucher zunehmend Streaming-Angebote auf ihren Smartphones und Tablets nutzen.

Weiter ergab die Studie, dass die Menschen sich den Risiken im Internet durchaus bewusst sind. Dabei steht vor allem der vertrauliche Umgang mit ihren persönlichen Daten im Vordergrund. Dennoch wünschen viele eine umfangreiche Vernetzung ihres Lebensumfeldes. So sind etwa 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass bis Ende 2016 entsprechende Module auch in Autos sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden Einzug halten sollen.

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