Zurück in die Zukunft

Retro-Handy Binatone "The Brick" im Test - zurück in die 1980er

Klobiges Handy definitiv ein Hingucker, aber mit sinnlosen Spielereien
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Wer kauft sich heute noch ein 20 Zentimeter langes und 4,5 Zentimeter fettes, klobiges Handy mit Gummitasten, Antenne, piepsigen Klingeltönen und pixeligem 1,8-Zoll-Display? Wir wissen es auch nicht, haben uns aber einmal das brandneue Binatone "The Brick" angesehen - und geschmunzelt. Retro-Handy Binatone The Brick im TestRetro-Handy Binatone "The Brick" im Test. Große Galerie: Klick aufs Bild!

Aktuelle Technik und modernes Design? Beim Binatone "The Brick" Fehlanzeige! Schon das Marketing des Telefons will ein bestimmtes Bild suggerieren. Unter meetthebrick.com [Link entfernt] grinst uns ein junger Mann - mit schwarzem Schnauzbart im Jogginganzug vor einer Blümchentapete stehend - an. Die Anspielungen an die von Sacha Baron Cohen kreierte Fimfigur "Borat" sind unübersehbar. Das Telefon selbst versprüht definitiv den Charme der 1980er Jahre - doch unter der Retro-Hülle verbirgt sich auch etwas modernere Technik. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 80 britischen Pfund, also rund 95 Euro. In einem britischen Shop haben wir es für 50 Pfund, also knapp 60 Euro entdeckt, bestellbar ist es aber noch nicht.

Klobiges Design mit 1980er-Charme

Werbung für The Brick mit deutlichen Anspielungen an BoratWerbung für "The Brick" mit deutlichen Anspielungen an Borat Auf der IFA wurde das Binatone "The Brick" erstmals gezeigt, stand allerdings nicht so im Rampenlicht wie die Top-Smartphones der bekannten Hersteller. Binatone ist in Hong Kong beheimatet, die Geräte werden in China gefertigt. Uns wurde das Testgerät vom Binatone "The Brick" - was übersetzt "der Ziegelstein" heißt - in einem schlichten, weißen, unbedruckten Karton geliefert. Außer Telefon und Akku beinhaltete die Packung die Tischladestation und ein Micro-USB-Ladekabel. Wichtig zu wissen ist, dass das Micro-USB-Kabel nur an der Ladeschale angeschlossen werden kann und nicht am Telefon selbst. In der Tischladestation stehend erinnert das Telefon unwillkürlich an alte amerikanische Schnurlostelefone der frühen 80er-Jahre - und ganz besonders an das erste Motorola-Mobiltelefon DynaTAC 8000x, das kürzlich seinen 30. Geburtstag feiern durfte.

Eine Damenhandtasche muss für das Binatone The Brick eine gewisse Mindestgröße mitbringenEine Damenhandtasche muss für das Binatone "The Brick" eine gewisse Mindestgröße mitbringen Mit 240 Gramm ist das Binatone "The Brick" zwar deutlich leichter als das Motorola DynaTAC 8000x, das fast ein Kilogramm auf die Waage brachte. Genauso wie das Motorola-Vorbild passt "The Brick" weder in eine Hosen- noch eine Manteltasche, und auch für klassische Herrentaschen ist es mit der angeschraubten, 7,5 Zentimeter langen Antenne zu groß. Man kann natürlich die alten Zeiten wiederaufleben lassen und die Antenne jedes Mal an- und abschrauben. Praktikabel ist das nicht, sorgt in öffentlichen Verkehrsmitteln - wie das Telefon selbst - aber definitiv für Aufmerksamkeit.

Binatone The Brick zerlegtBinatone The Brick zerlegt Zur Inbetriebnahme muss die Mini-SIM-Karte eingelegt werden, der Slot liegt - wie der MicroSD-Speicherkartenslot - unter dem Akku. Da das Gerät mangels Audio-Aufnahme-Funktion oder Kamera keine Multimedia-Dateien erstellen kann, ist der Kartenslot lediglich zur Wiedergabe von Fotos und MP3-Dateien auf dem Telefon gedacht - wobei man sich überlegen kann, ob das auf dem Gerät tatsächlich Freude macht. Uns hat es im Test keinen Spaß gemacht, weil das Telefon unsere handelsübliche Speicherkarte nicht erkannt hat - weder der Bildbetrachter noch der Audio-Player konnte Medien auf unserer Karte erkennen.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns nicht nur der spartanischen Ausstattung, sondern auch dem Sinn oder Unsinn der Multimedia-Features. Außerdem haben wir die Gesprächsqualität geprüft und verraten Details zur Akkulaufzeit.

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