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Online bewerben in 5 Schritten: So wahren Sie die Form

Viele Bewerber verschicken ihre Unterlagen mittlerweile als PDF per E-Mail. Das ist praktisch, hat aber auch Tücken. Fünf Tipps, wie Jobsuchende sie umgehen und dabei die Form wahren.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Die klassische Bewerbungsmappe in Papierform gilt vielen heute als altmodisch. Firmen verlangen häufig Bewerbungen per E-Mail. Das spart Zeit und ist billiger, birgt allerdings auch einige Fallstricke. Karriereberater Henryk Lüderitz aus Düsseldorf erklärt, worauf Bewerber achten müssen.

Anschreiben

Online bewerben in fünf Schritten: So wahren Sie die FormOnline bewerben in fünf Schritten Gehört das Anschreiben in den Anhang oder direkt in die E-Mail? Viele Jobsuchende sind unsicher, wo bei einer elektronischen Bewerbung das Anschreiben hingehört. Lüderitz rät, es als PDF-Dokument im Anhang mitzuschicken. E-Mails mit viel Text würden von Personalern so gut wie nie gelesen. Zudem werden Bewerbungen häufig ausgedruckt, ein Anschreiben in der E-Mail kann dabei schnell vergessen werden. Bewerber schreiben in der E-Mail daher am besten nur zwei oder drei Zeilen, in denen sie sich auf die Stellenanzeige beziehen. Dann verweisen sie auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang.

Das richtige Format

Durch Anschreiben, Zeugnisse und Fotos kann schnell einiges an Daten zusammenkommen. Es empfiehlt sich daher, mehrere Dokumente in einem PDF-Dokument zusammenzufassen. Auch die Komprimierung als ZIP-Datei kann hilfreich sein, denn der Anhang einer Bewerbung per E-Mail sollte eine Größe von fünf MB nicht überschreiten. Passende Programme zur Erstellung von PDF-Dateien zeigen wir in einer weiteren Meldung.

Ob die Bewerbung nun als Ganzes oder in einzelnen PDF-Dateien in die E-Mail angehängt wird, ist nach Ansicht von Lüderitz egal. Wichtiger sei es, wie man das Dokument nennt. Der Dateiname muss eindeutig sein. Zum Beispiel: "Bewerbung_Mustermann__Beiersdorf_Januar 2015". Und es sollten nicht mehr als vier PDF-Dateien sein, besser sind zwei Anhänge. Zudem sollten die Unterlagen gut strukturiert sein. Sätze wie "Bitte finden Sie im Anhang...!", auf den dann ein halbes Dutzend Dokumente folgt, die vom Lebenslauf bis zum Zeugnis einzeln angehängt sind, sollten vermieden werden.

Gestaltung

Die Gestaltung einer Bewerbung ist häufig von der Art des Jobs abhängig, für den man sich bewirbt. Generell gilt, dass bunte und verschnörkelte Texte vermieden werden sollten. Ansonsten läuft der Arbeitssuchende Gefahr, dass seine Bewerbung nicht ernst genommen wird oder unseriös wirkt. Schriftarten wie Times New Roman oder Arial gelten als Standard und werden daher häufig gewählt. Der Hintergrund der Dokumente sollte klassisch weiß bleiben und die Schriftfarbe schwarz sein. Mehr Freiheiten gibt es bei Jobs, bei denen Kreativität gefragt ist - etwa Stellen als Grafiker, Designer etc. Hier kann der Jobsuchende durchaus etwas Farbe ins Spiel bringen. Dennoch heißt es auch hier: Weniger ist mehr.

Aussagekräftige Dokumente

Wer sich auf eine Stelle bewirbt, sollte mit großer Sorgfalt vorgehen. Eine korrekte Rechtschreibung, ein aussagekräftiges Foto sowie die richtige Anrede sind die Punkte, die bereits beim ersten Sichten für oder gegen eine Bewerbung sprechen können. Allerdings ist ein Bewerbungsfoto nicht zwingend notwendig und kann - wenn nicht ausdrücklich verlangt - auch weggelassen werden. Ein Muss ist hingegen ein gut strukturierter und vollständiger Lebenslauf sowie Zeugnisse - falls vorhanden. Anschreiben sollten auf die Stellenausschreibung Bezug nehmen und ein konkreter Ansprechpartner macht einen guten Eindruck.

Lese- und Empfangsbestätigung

Werden Bewerbungen per E-Mail versandt, sollte der Absender darauf achten, eine seriöse E-Mail-Adresse zu verwenden. Noch besser ist es, wenn sie den Namen des Bewerbers enthält. Vor dem Versenden sollte die E-Mail nochmals überprüft werden: Ist alles richtig geschrieben? Stimmt die Betreffzeile? Sind alle Dokumente angehängt?

Einige Versender lassen sich per Empfangsbestätigung mitteilen, dass die E-Mail angekommen ist. Lüderitz rät von solchen Methoden allerdings ab. Es wirke schnell aufdringlich. Besser sei es, zunächst abzuwarten. Nach vierzehn Tagen könnten die Bewerber das erste Mal per E-Mail oder Telefon nachfragen.

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