Betrugsmaschen

Internetkriminelle nutzen die Vorweihnachtszeit - diese Gefahren lauern in der Adventszeit

Internetkriminalität nimmt besonders in der Vorweihnachtszeit zu. Hektik und Nächstenliebe erhöhen die Anfälligkeit, auf bestimmte Maschen hereinzufallen. Wir zeigen, wo Vorsicht geboten ist.
Von Jennifer Buchholz

Vorsicht ist auch bei Weihnachts­angeboten geboten, die besonders attraktiv und günstig klingen. Die Kriminellen veröffentlichen zum Beispiel präparierte Links, veranstalten gefälschte Wettbewerbe auf Social Media Seiten und versenden Phishing E-Mails in der Absicht, den Verbrauchern ihre persönlichen Daten zu entlocken oder Malware zu installieren.

Verbraucher sollten bei besonders attraktiven und (zu) günstigen Angeboten, die Preise des Produktes überprüfen und nach Hinter­grund­informationen zu dem vermeintlich so günstigen Anbieter suchen. Der zusätzliche Blick auf die IP-Adresse und Kunden­rezensionen von unabhängigen Bewertungsportalen und -foren kann helfen. So muss in der Adresszeile des Browsers https anstatt des üblichen http als Zeichen einer sicheren Datenübertagung stehen. Des Weiteren sollte der Online-Shop über ein Impressum verfügen, aus dem die Kontaktdaten ersichtlich sind. Auch die Verkaufskonditionen und Lieferbedingungen müssen ersichtlich angezeigt werden. So müssen Produktpreis und Versandkosten eindeutig und klar ausgewiesen sein.

Kunden sollten außerdem wissen, dass individuelle Geschenke, wie Fotobücher oder T-Shirt, vom Umtausch ausgeschlossen sind. Gleiches gilt meist auch für Konzertkarten.

Doch auch nach dem Bestellen können sich noch einige Sicher­heitslücken auftun. So gibt es Banden, die fingierte Versand­benachrichtigungen per E-Mail versenden. Der Link zur Paketverfolgung kann allerdings direkt zum Download einer Schadsoftware führen. Aus diesem Grund sollten Internetnutzer besonders den Domainnamen auf den Versandbestätigungen beachten. Viele haben keine Lust auf überfüllte straßen und Kaufhäuser und erledigen ihre Weihnachtseinkäufe daher im Internet. Volle Straßen und Kaufhäuser lassen die Kassen der Online-Shops klingeln
Bild: dpa

Falsche Geschenkgutscheine

Bei den Angeboten muss es sich nicht nur um Ware handeln. Auch Gutscheine aus dem Internet scheinen auf den ersten Blick durchaus attraktiv. Viele von ihnen warten allerdings mit versteckten Kosten beim Einlösen auf. Dies wird dem Beschenkten meistens erst vor Ort erklärt. Gutscheine sollten daher nur vom Anbieter direkt und nicht von Drittanbietern bezogen werden.

Grüße aus dem Internet

Neben Geschenken werden vermehrt E-Cards als Weihnachts­gruß versendet. Aber auch Hacker nutzen die digitale Post vermehrt, um Trojaner und Viren an Internet­nutzer zu versenden. Der Empfänger sollte daher vor dem Öffnen der E-Mail bzw. des Anhangs oder des Links, die Nachricht auf mögliche Rechtschreibfehler im Namen des vermeintlichen Absenders und des Empfängers suchen.

Online-Spiele

Besonders beliebt bei vielen Internet­nutzern sind Online-Spiele. Hierfür kann zu Weihnachten nicht nur die entsprechende Zusatzsoftware, sondern auch Zugangs­codes verschenkt werden. Der Erwerb dieser sollte allerdings auch ausschließlich über zertifizierte Händler erfolgen, da Hacker besonders gerne diesen Weg nutzen um an Kredit­karten­informationen zu gelangen.

Reisen aus dem Internet

Sobald es draußen kalt und grau wird, steigt die Lust zu verreisen. Im Internet gibt es aber auch viele gefälschte Reise­angebote. Diese Reisen finden dann entweder nicht statt, weil es sich um einen unseriösen Veranstalter handelt oder die Gäste werden vor Ort ausgenutzt. Hierzu zählt nicht nur das Mitnehmen zu Verkaufsveranstaltungen, sondern auch das Ausspähen privater Daten, wenn sich die Gäste in das (freie) Hotel-WLAN einloggen.

Vor der Buchung sollte immer erst die Seriosität des Reise­veranstalters geprüft werden. Finden sich keine Informationen, ist es wichtig, nicht den kompletten Betrag per Vorkasse zu zahlen. Während des Urlaubes sollte das fremde WLAN nur mit Geräten genutzt werden, dessen Sicherheitssoftware sich auf dem neuesten Stand befindet. Außerdem ist es ratsam, auf dem Smartphone oder Tablet möglichst wenige private Daten zu speichern.

Vor einer vermeint­lichen Anmelde­seite ist auch Achtung geboten. Wird man beim Aufrufen einer Internetseite im Hotel-Netz zur Eingabe eines Benutzer­namens und Passworts aufgefordert, kann vorab mit falschen Angaben geprüft werden, ob es sich um eine falsche Zugangsseite handelt. Ist die Seite gefälscht, wird sie den Zugang zum Internet gewähren.

Auch die im Internet vorhandenen Single-Börsen und angeblich wohltätigen Organisationen nutzen die Gutmütigkeit vieler Menschen besonders zur kalten Jahreszeit aus.

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