Windows 10

Windows 10: So verbessern Sie den Datenschutz

Windows 10 ist schnell, meist beim neuen Computer dabei und über­mit­telt fleißig Benut­zer­daten an Micro­soft - wenn man das nicht einschränkt. Über Einstel­lungen oder spezi­elle Tools lässt sich der Daten­schutz in Windows 10 verbes­sern.
Von Melanie Spies /

So schlecht war der Ruf von Windows 10 zunächst, dass sogar eigene Tools entwi­ckelt wurden, um die Privat­sphäre der Nutzer zu schützen. Das wohl bekann­teste unter ihnen ist die Free­ware DoNotSpy10. Das One-Click-Tool präsen­tiert die kritischsten Einstel­lungen übersicht­lich unter einer Ober­fläche, sodass Windows-10-Nutzer einzelne Funk­tionen bequem deak­tivieren können, ohne selbst kompli­zierte Ände­rungen in den Tiefen des Systems vornehmen zu müssen. Die Gratis-Version von DoNotSpy10 ist aller­dings werbe­finan­ziert. Freeware-Tool O&O ShutUp10 Windows 10 Datenschutz im Überblick: Das Freeware-Tool O&O ShutUp10
Bild: O&O

Weitere Windows-10-Daten­schutz-Tools in der Über­sicht:

  • O&O ShutUp10:
    Dieses kosten­lose Tool bietet eine intui­tive Benut­zer­ober­fläche und zeigt Empfeh­lungen für Einstel­lungen in Form von grünen, gelben oder roten Symbolen an. Dank vieler Erklä­rungen eignet sich das Programm auch für Nutzer, die tech­nisch weniger ver­siert sind.
  • W10Privacy:
    Auch dieses Tool kostet nichts, aller­dings ist die Benut­zer­ober­fläche weniger simpel und auch auf Empfeh­lungen und Erklä­rungen wurde verzichtet. W10Privacy richtet sich daher eher an fort­geschrit­tene Nutzer.
  • xp-AntiSpy:
    xp-AntiSpy wurde ursprüng­lich für Windows XP, Vista und Windows 7 entwi­ckelt. Zunächst wurde der Klas­siker unter den Antispy-Tools auch für die ersten Versionen von Windows 10 fit gemacht. Im Menü "Profile" finden sich empfoh­lene Einstel­lungs­sätze, die die Windows-Siche­rung bequemer machen sollen. Das Tool wurde aller­dings seit 2015 nicht mehr aktua­lisiert.

Natür­lich gibt es noch unzäh­lige weitere Daten­schutz-Tools für Windows 10. Bei der Auswahl ist jedoch Vorsicht geboten. Immerhin operieren die Programme tief im Windows-System und können entspre­chenden Schaden anrichten. Vor der Nutzung sollte daher unbe­dingt ein Backup oder wenigs­tens ein Wieder­her­stel­lungs­punkt ange­legt werden. Außerdem empfiehlt es sich, das entspre­chende Tool vorab einem Viren-Scan zu unter­ziehen.

Daten­schutz zulasten des Komforts

Was man bei aller Empö­rung nicht vergessen sollte: Natür­lich ist Micro­softs Daten­sam­melei bis zu einem gewissen Grad notwendig. Um sein System möglichst benutzerfreund­lich und komfor­tabel zu gestalten, ist das Unter­nehmen auf Feed­back und Informatio­nen über seine Nutzer ange­wiesen. Ohne Mikrofon-Zugriff keine Sprach­erken­nung, ohne Posi­tions­erken­nung keine lokalen Dienste, ohne persön­lichen Infor­mationen keine persön­liche Assis­tentin, die auf Zugver­spä­tungen hinweist oder die Lieb­lings-Sport­nach­richten bereit­hält. Wer viele Extra-Funk­tionen wünscht, muss eben auch viel preis­geben.

Immerhin: Welche Daten im Einzelnen erhoben werden, darüber infor­miert Micro­soft in seinen Daten­schutz­bestim­mungen recht offen­herzig. Aber recht­fer­tigt diese Offen­heit die laxen Express-Einstel­lungen, bei denen sich der Konzern stan­dard­mäßig eine groß­zügige Daten-Verwen­dung einräumt? Das muss jeder Windows-Nutzer für sich entscheiden.

Der Nach­folger von Windows 10 wird Windows 11 werden.

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