Windows 10

Windows 10: So verbessern Sie den Datenschutz

Windows 10 ist schnell, meist beim neuen Computer dabei und über­mit­telt fleißig Benut­zer­daten an Micro­soft - wenn man das nicht einschränkt. Über Einstel­lungen oder spezi­elle Tools lässt sich der Daten­schutz in Windows 10 verbes­sern.
Von Melanie Spies /

Die Sprachassis­tentin Cortana war zwei­fels­ohne für die Benut­zung von Windows eine tolle Idee. Sie erle­digt Anrufe, weist auf Termine hin und hat stets den Wetter­bericht parat. Sogar Witze erzählen und jodeln kann die smarte Siri-Konkur­rentin. Um optimal funk­tio­nieren zu können, benö­tigt sie aller­dings so viele persön­liche Infor­mationen wie möglich. Hierzu zählen Kontakte, Browser-Verlauf, Stand­orte, Kalen­der­ein­träge, Inhalte von Nach­richten und natür­lich Sprach-Eingaben. Soll Cortana zudem auf das Hotword "Hey Cortana" reagieren, muss das Geräte-Mikrofon sogar perma­nent im Hinter­grund aktiv sein. Doch die Dauer-Aus­horchung lässt sich umgehen.

Über Cortanas "Notiz­buch" können Nutzer relativ genau einsehen und konfi­gurieren, was die Assis­tentin über sie wissen darf und was nicht. Dort können Sie fest­legen, auf welche Konten Cortana zugreift und welche Vorlieben sie sich merkt. Bereits gespei­cherte Daten können auch nach­träg­lich noch gelöscht werden. Die entspre­chende Option finden Sie in den Cortana-Einstel­lungen unter "Alles, was Cortana über mich weiß, in der Cloud verwalten". Mehr Infor­mationen gibt es auf Micro­softs eigener Seite zu Cortana und Daten­schutz. Cortana Microsoft Assistentin Neugierige, inzwischen degradierte Assistentin Cortana
Bild: Microsoft

Cortana: Assis­tentin in die Schranken gewiesen

Bezüg­lich der mehr oder weniger starken Inte­gra­tion von Cortana in Windows ist Micro­soft einen Schlin­ger­kurs gefahren. Wer in der ersten Windows-10-Version ganz sicher gehen wollte, brauchte nur in den Cortana-Einstel­lungen einen Schie­beregler auf "Aus" stellen und war die neugie­rige Sekre­tärin ein für alle Mal los. Wahr­schein­lich haben das aber zu viele Nutzer gemacht, und darum verkün­dete Micro­soft die Stra­tegie, dass Cortana die alte Windows-Suche komplett ersetzen solle.

Seit dem Anni­ver­sary Update vom August 2016 ließ sich die Assis­tentin nicht mehr wie bisher einfach abschalten. Zudem konnte die Cortana-Suche aber auch nicht mehr auf den lokalen PC beschränkt werden. Sämt­liche Such­anfragen liefen also über die Micro­soft-Such­maschine Bing.

Das führte natur­gemäß wieder zu zahl­rei­chen Protesten von Anwen­dern und Daten­schüt­zern. Seit dem Herbst-Update 2019 hat Micro­soft die "Einmi­schung" Cortanas in die Arbeit mit Windows aber von sich aus deut­lich redu­ziert. Cortana ist nun nur noch ein Symbol neben der Windows-Suche, das sich mit einem Rechts­klick deak­tivieren lässt. Ansonsten ist Cortana ledig­lich eine klas­sische Windows-App.

Wer nicht selber Hand ans Windows-System legen will, kann auch auf vor­gefer­tigte Soft­ware zurück­greifen, um den Daten­schutz zu verbes­sern. Auf Seite 5 stellen wir Ihnen verschie­dene Antispy-Tools für Windows 10 vor.

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