Behördenrufnummer

Behördenrufnummer 115 bis Ende 2012 in 150 weiteren Kommunen

Dieses Jahr Umstellung auf Ortsnetz-Tarif geplant
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Die bundesweit einheitliche Behördenrufnummer soll bis Ende dieses Jahres in rund 150 weiteren Kommunen eingeführt werden. Über die Kurzwahl können Bürger einen vereinfachten Zugang zu den Verwaltungsstellen von Bund, Ländern und Gemeinden bekommen. Und auch bei der Preisgestaltung für die 115 soll sich in diesem Jahr etwas ändern.

Im April 2011 wechselte die 2009 eingeführte Behördenrufnummer vom Pilotbetrieb in den Regelbetrieb. Seither wächst die Zahl der teilnehmenden Behörden stetig.

Erster "Neuteilnehmer" im Jahr 2012 ist Chemnitz

Behördenrufnummer: Umstellung auf Ortsnetz-Tarif geplantBehördenrufnummer: Umstellung auf Ortsnetz-Tarif geplant Die Stadt Chemnitz beteiligt sich seit heute an der Behördenrufnummer 115 und ist damit im Jahr 2012 der erste neue Teilnehmer. Laut einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums hat sich die Zahl der Teilnehmer an der 115 seit dem Start des Pilotbetriebs 2009 bis heute verzehnfacht. Rund 150 weitere Kommunen hätten angekündigt, die 115 noch in diesem Jahr freizuschalten.

Bei den größeren Städten München, Leipzig und Stuttgart soll es dem Ministerium zufolge bald soweit sein. Darüber hinaus würden auch zahlreiche Landkreise, kreisangehörige Städte und Gemeinden, beispielsweise im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen, in den Startlöchern für einen Anschluss an den Kundenservice der öffentlichen Verwaltung stehen.

Sollten alle für dieses Jahr geplanten Freischaltungen tatsächlich stattfinden, könnten nach Prognosen des Ministeriums Ende 2012 über 23 Millionen Bundesbürger die 115 nutzen. Die Behördenrufnummer ist in den teilnehmenden Regionen montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

Bisheriges Problem: Verbindungskosten zur 115 variieren bei den Providern

Der Gesetzgeber hat den Netzbetreibern und Providern bis jetzt keinen festen Tarif für die Berechnung von Gesprächen zur 115 vorgegeben. Die Telekom und die meisten Festnetzanbieter berechnen 7 Cent pro Minute, die Spanne im Festnetz reicht bis zu einem Minutenpreis von 14 Cent. Mobilfunkkunden zahlen für 115-Anrufe in der Regel zwischen 17 und 20 Cent pro Minute, bei einzelnen Prepaid-Tarifen allerdings bis zu 30 Cent pro Minute.

Bereits im letzten Jahr hat das Bundesinnenministerium angekündigt, dass die 115 zukünftig zum Preis eines Ortsnetzgesprächs erreichbar sein soll. Davon würden vor allem Nutzer einer Festnetz-Flatrate profitieren, da die Verbindungskosten zur 115 dann nicht separat berechnet würden. Nachdem 2011 diesbezüglich nichts geschehen ist, hat die Bundesnetzagentur im November die Provider aufgefordert, Anfang 2012 ihre Abrechnung umzustellen. Diese Verfügung ist allerdings nicht verpflichtend, da die Bundesnetzagentur - außer bei speziellen Sonderrufnummern - keine zwingenden Tarif-Vorschriften bei Endkundentarifen machen darf. Es lohnt sich also, die Preisliste des eigenen Anbieters genau zu studieren und - falls der Provider keine Preissenkung vorgenommen hat - den Kundenservice zu kontaktieren.

Weitere Informationen kann man auf unserer Info-Seite zur Behördenrufnummer 115 nachlesen.

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