WhatsApp-Konkurrenz

Blackberry Messenger: BBM kommt bald auf Android und iOS

BBM-Nutzung soll dauerhaft kostenlos bleiben
Von Hans-Georg Kluge
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BBM für Android und iOS: Coming SoonBBM für Android und iOS: "Coming Soon" Der Start des Blackberry-Messengers für Android und iOS scheint unmittelbar bevorzustehen. Das Portal Crackberry.com berichtet, Samsung Nigeria habe über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gegeben, die App für Android 3 Monate exklusiv anbieten zu können. Eine Sprecherin Blackberrys dementierte diese Aussage jedoch. Der BBM - wie Blackberry seinen Dienst selber nennt, werde weltweit allen Interessenten zur Verfügung stehen.

Start möglicherweise schon am Freitag

Als Starttermin steht aktuell der kommende Freitag im Raum. Für den 18. September hat Blackberry eine Veranstaltung in Malaysia angekündigt, auf der der genaue Start des BBM für andere Plattformen bekannt gegeben werden könnte. Im kanadischen Fernsehen ist unlängst eine Werbung gelaufen, die den plattformübergreifenden Messenger mit den Worten "Coming Soon" ankündigt.

Wahrscheinlich ist, dass Blackberry die App bereits vor Wochen bei Apple zur Überprüfung eingereicht hat. Für Android ist unterdessen schon eine lauffähige Version des BBM aufgetaucht, die aber eine freigeschaltete Blackberry-ID verlangt.

Blackberry sucht einen Käufer: Wohin geht die Messenger-Sparte?

Der Start des BBM auf anderen Plattformen könnte Blackberry dringend benötigte gute Nachrichten bringen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten noch nicht klar. Mit WhatsApp, Facebook und Google Hangouts stehen dem einstigen Vorzeige-Produkt aus Kanada etablierte Konkurrenten entgegen. Auch die Zukunft Blackberrys selbst ist ungewiss.

Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry hat aktuell mit Absatzproblemen zu kämpfen. Blackberry-10-Smartphones verkaufen sich noch nicht gut genug, um den Marktanteil wieder zu stabilisieren. Im Gespräch ist auch ein Verkauf des kanadischen Herstellers, der mittlerweile selbst nach Käufern sucht. Spekuliert wird sogar darüber, den Messenger als Produkt in eine eigene Gesellschaft auszulagern. Beobachter gehen davon aus, dass Blackberry nach einem Verkauf zerschlagen werden könnte - mögliche Käufer dürften eher am weitverzweigten weltweiten Vertriebsnetz der Kanadier Interesse haben als an der schwächelnden Geräte-Sparte. Lenovo gilt in Branchenkreisen als heißester Kandidat für eine Übernahme, denn der chinesische Hersteller möchte seinen Marktanteil im Smartphone-Geschäft ausbauen.

Weitere Eindrücke vom BBM zeigen wir Ihnen in unserer Meldung von der Blackberry-Entwicklerkonferenz in Orlando. Über Smartphone-Messenger informiert unsere Info-Seite.

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