Mobilfunkpakt

Bayerns Funklöcher sollen gestopft werden

Die Bayerische Staatsregierung will, dass die Funklöcher im Freistaat gestopft werden, und dazu noch vor den Sommerferien einen neuen Mobilfunkpakt mit Kommunen und der Wirtschaft schließen.
Von dpa /
AAA
Teilen (14)

Nach Genehmigung aus Brüssel: Mobilfunk-Förderprogramms für ländliche RegionenNach Genehmigung aus Brüssel: Mobilfunk-Förderprogramms für ländliche Regionen Die Staatsregierung will noch vor den Sommerferien einen neuen Mobilfunkpakt mit Kommunen und Wirtschaft schließen, um die Funklöcher im Freistaat zu stopfen. Wirtschaftsminister Franz Pschierer (CSU) plant die Unterzeichnung für den Juni. "Mobile Netze sind ein entscheidender Standortfaktor für alle Bereiche der Digitalisierung", erklärte Pschierer heute.

Der Pakt soll konkrete Ziele für den Ausbau der mobilen Netze festlegen und eine enge Zusammenarbeit von staatlichen Behörden, Gemeinden und Netzbetreibern sicherstellen.

Neues Mobilfunk-Förderprogramm

Ebenfalls für den Sommer erwartet Pschierer die Brüsseler Genehmigung eines neuen Mobilfunk-Förderprogramms für ländliche Regionen. Die Staatsregierung will den Bau neuer Sendemasten fördern, an denen dann wiederum die Netzbetreiber gegen Miete ihre Sendeantennen montieren können. Für dünn besiedelte Gebiete, enge Täler oder sonst schwierig zu versorgende Regionen werde das Förderprogramm deutliche Fortschritte bringen, sagte der CSU-Politiker.

Seit Jahresbeginn haben die drei Betreiber Telekom, Vodafone und Telefónica nach Pschierers Angaben 46 neue Mobilfunk-Sendemasten errichtet und 758 bestehende Anlagen auf neuen LTE-Standard gebracht. "Die Netzbetreiber halten ihre Zusagen ein und konzentrieren sich stark auf den Freistaat", sagte Pschierer. "Wir konnten das Tempo beim Ausbau bereits im ersten Quartal deutlich beschleunigen. Einen weiteren Schub vor allem in unterversorgten Gebieten verspreche ich mir, sobald unser Förderprogramm gestartet ist."

Zwei Mobilfunkpakte gab es bereits 1999 und 2002 zu Zeiten des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU). Damals stand allerdings nicht der Netzausbau im Vordergrund, sondern - angesichts der Vorbehalte gegen den Mobilfunk in Teilen der Bevölkerung - der Schutz vor befürchteter Strahlenbelastung.

Teilen (14)

Mehr zum Thema Netzausbau