Markenwechsel

Probleme bei BASE-Migration zu o2: Telefónica verspricht Lösung

Telefónica will BASE-Kunden, die auf die Marke o2 migriert wurden, die gleichen Konditionen wie im bisherigen Vertrag anbieten. Eine Lösung für bislang noch auftretende Probleme ist nach Angaben des Anbieters bereits in Sicht.
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Telefónica bietet seit einigen Monaten keine Mobilfunkverträge mehr unter der Marke BASE an. Das Portal besteht zwar weiter. Hier werden allerdings nur noch o2-Tarife zu Sonderkonditionen vermarktet. Wer noch einen Vertrag mit Tarif aus Zeiten der eigenständigen E-Plus Gruppe hat, wird auf die Marke o2 migriert. An den Konditionen des Tarifs soll sich für den Kunden dadurch nichts ändern.

Die früheren BASE-Tarife gibt es bei o2 zwar nicht. Telefónica passt aber bestehende o2-Preismodelle so an, dass schlussendlich identische Konditionen zu den bisherigen Verträgen der Kunden herauskommen. Das klappte bislang nicht in allen Fällen, wie betroffene Nutzer berichten. BASE-Kunden hatten bei einer Allnet-Flat auch die Rufumleitungen in alle Netze inklusive. Bei o2 sind standardmäßig nur netzinterne Anrufweiterschaltungen kostenlos.

Verwirrung um Kosten für Rufumleitungen

Probleme bei der Migration von BASE-Kunden zu o2Probleme bei der Migration von BASE-Kunden zu o2 Zumindest einige BASE-Kunden, die auf die Marke o2 umgestellt wurden, berichten nun ebenfalls, keine Rufumleitungen in alle Netze mehr zur Verfügung zu haben, sondern lediglich netzinterne Anrufweiterschaltungen. Dabei scheint es sich aber nur um Einzelfälle zu handeln, denn die Telefónica-Pressestelle bestätigte gegenüber teltarif.de, dass sich an den kostenlosen Umleitungen für BASE-Kunden auch nach dem Markenwechsel nichts ändern soll.

An den Konditionen für o2-Kunden, die nicht zuvor einen Vertrag von BASE hatten, ändert sich hingegen nichts. Hier werden netzexterne Anrufweiterschaltungen weiterhin nur kostenpflichtig angeboten, auch wenn der Kunde für Telefongespräche eine Allnet-Flat zur Verfügung hat, wie es beispielsweise bei den Blue-All-in-Tarifen generell der Fall ist.

EU-Flatrate wird nachgebessert

Änderungen gegenüber früheren BASE-Verträgen gibt es auch bei der EU Reise Flat. Zwar kann die Allnet-Flat für Telefonate auch nach dem Markenwechsel im europäischen Ausland genutzt werden. Änderungen gibt es aber für den mobilen Internet-Zugang. Hier stand den BASE-Kunden das für die innerdeutsche Nutzung inkludierte Datenvolumen auch im Ausland zur Verfügung. Die EU-Flatrate von o2 sieht dagegen generell 1 GB Inklusivvolumen im Roaming vor. Dazu ist die Übertragungsgeschwindigkeit generell auf 1 MBit/s gedrosselt.

Für BASE-Kunden mit einem Tarif, der mehr als 1 GB monatliches Inklusivvolumen bietet, haben sich demnach die Konditionen nach der Umstellung des Vertrags auf o2 verschlechtert, da sich die verfügbare Datenmenge im Ausland reduziert. Alle BASE-Kunden haben zudem je nach Performance im Mobilfunknetz des Roamingpartners eine deutlich reduzierte Übertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung.

Auch hier verspricht die Telefónica-Pressestelle, dass die Konditionen speziell für bisherige BASE-Kunden nachgebessert werden. So sollen die Nutzer in Zukunft wieder die maximale Übertragungsgeschwindigkeit für den mobilen Internet-Zugang im Ausland zur Verfügung haben, die ihrem Vertrag entspricht. Zudem will Telefónica den Kunden das kostenlose Nachbuchen von Datenvolumen im Ausland ermöglichen, sofern das innerdeutsche Inklusivvolumen des Tarifs nicht überschritten wird.

Kunden müssen nichts unternehmen

Wie die Telefónica-Pressestelle weiter erläuterte, müssen die Kunden nicht selbst aktiv werden, um ihre ursprünglich bei BASE geltenden Konditionen wieder zu bekommen. Der Netzbetreiber ergreift vielmehr selbst die Initiative mit entsprechenden Gutschriften für möglicherweise bereits angefallene Kosten bzw. mit den genannten Änderungen der Konditionen.

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