Bargeld

DKB will Bargeld per Smartphone anbieten

Bargeld vom Girokonto aus dem Supermarkt - einfach über eine Smartphone-App. Das will die DKB in Kürze anbieten. Wir zeigen Ihnen, wo es das Geld gibt und wie die Abwicklung funktionieren soll.
Von Thorsten Neuhetzki
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Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) ist bei vielen Bankkunden beliebt, weil sie ein kostenloses Girokonto samt kostenloser Visa-Kreditkarte anbietet und darüber hinaus auch noch kostenlose Bargeldabhebungen am Automaten ermöglicht. Demnächst will die Bank hier noch einen Schritt weiter gehen und ihren Kunden Bargeld aus dem Supermarkt anbieten - per Smartphone. Möglich machen soll das eine Kooperation mit dem Anbieter Barzahlen.de.

Durch die Kooperation der beiden Berliner Unternehmen können DKB-Kunden dann in Partnerfilialen im Einzelhandel mit dem Smartphone kostenfrei Bargeld von ihrem Girokonto abheben. Zu den Partnern zählen große Supermarkt-Ketten wie Rewe, Penny und real,- sowie die Drogerie Budni. Dabei muss der Kunde keinen Mindesteinkaufswert im Supermarkt erreichen, wie es bei anderen Bar-Auszahlungsmodellen anderer Banken oder der Supermärkte teilweise üblich ist. Der Service mit dem Namen "Cash im Shop" soll "in diesem Sommer" eingeführt werden, ein konkretes Datum gibt es nicht.

So soll der Dienst funktionieren

Bargeld per Barcode: DKB kooperiert mit Barzahlen.deBargeld per Barcode: DKB kooperiert mit Barzahlen.de Die DKB beschreibt, wie der Dienst funktionieren soll. Auf seinem Smartphone loggt sich der Kunde in die DKB-Banking-App ein und wählt dort die Funktion "Cash im Shop" aus. Hier kann er einen Betrag zwischen 50 und 300 Euro festlegen und bestätigt die Abhebung mit einer TAN bestätigen. Auf welchem Weg die TAN den Kunden erreicht, ist von der DKB derzeit nicht übermittelt. Die App geniert daraufhin einen Barcode, der auf dem Smartphone-Display angezeigt und an der Kasse gescannt wird. Danach wird der gewünschte Betrag ausgezahlt und die Abhebung dem Kunden sofort in der DKB-Banking-App angezeigt.

Ob die neue Bargeld-Versorgungsmöglichkeit dazu führen wird, dass die DKB ihre kostenlose Versorgung über alle VISA-Geldautomaten einschränken wird, ist unklar. Allerdings könnte eine Einschränkung zumindest in Deutschland in Zeiten von sinkenden Einnahmequellen der Banken eine logische Konsequenz sein. Nach unbestätigten Informationen muss die DKB für jede Bargeldabhebung der Kunden an VISA 1,74 Euro zahlen. Wie hoch der Verrechnungssatz zwischen der DKB und Barzahlen.de ist, ist unklar - er dürfte aber deutlich niedriger liegen.

Supermärkte, Smartphones und Banken finden in den vergangenen Monaten in verschiedenen Konstellationen häufiger zueinander. Erst gestern war bekannt geworden, dass Rewe in über 3000 Märkten das Bezahlen per NFC ermöglichen wird.

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