Offenes Gespräch

Ballmer bedauert Fehlentscheidungen in der Vergangenheit

In einem Gespräch mit Steve Ballmer verkündet dieser, dass er einige Fehleintscheidungen gemacht habe und die Uhr gerne zurück drehen wolle. Da dies allerdings nicht geht, will Ballmer nun verstärkt in die Zukunft von Microsoft investieren.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Ballmer will in Zukunft auf die Bildung und das Gesundheitswesen setzenBallmer will in Zukunft auf die Bildung und das Gesundheitswesen setzen Der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer würde am liebsten die Zeit um zehn Jahre zurückdrehen. "Wir hätten eine stärkere Position im Smart­phone-Markt heute, wenn ich die letzten zehn Jahre wieder­holen könnte", sagte Ballmer auf der Said Business School im britischen Oxford. Jetzt müsse das Unter­nehmen versuchen, die nächste Welle zu erwischen. Der Kauf von Nokias Mobilfunk­sparte sei dafür besonders wichtig.

Ballmer bedauert vergangene Fehlentscheidungen

Microsoft hatte lange den An­schluss im boomenden Smartphone-Markt verpasst. Vor rund drei Jahren brachte das Unter­nehmen mit Windows Phone ein komplett rund­er­neuertes Mobil-Betriebs­system heraus. Von der Allianz mit dem einstigen Handy-Welt­markt­führer Nokia hatte sich Microsoft einen guten Start erhofft. Doch auch heute liegt das System deutlich hinter Googles Android und Apples iOS zurück. Im ver­gangenen September setzte Microsoft zur Übernahme von Nokias Gerätesparte an.

"Was ich bedauere ist, dass wir nicht recht­zeitig Hardware und Software zusammen entwickelt haben", sagte Ballmer. Denn das sei wirklich hilf­reich, wenn man eine Vision zur Markt­reife bringen wolle. Microsoft hatte - anders als der Rivale Apple - traditionell die Software geliefert und mit den verschiedenen Hardware-Herstellern zusammengearbeitet. Mit der noch nicht ganz abgeschlossenen Übernahme seines einstigen Partners Nokia will das Unternehmen diesen "Fehler" auch im Mobilfunkmarkt wieder ausbügeln. Nach der Ankündigung des iPhone von Apple hatte Ballmer 2007 noch abgewunken und die starke Position von Microsoft betont.

Die schwierigste Aufgabe in seiner Zeit als Chef von Microsoft sei es gewesen, die richtigen Leute einzustellen - und zu entlassen, sagte Ballmer. Die herausfordernsten Aufgaben in der Zukunft sieht Ballmer in der Bildung und dem Gesundheitswesen.

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