Drahtlos

Deutsche Bahn plant XXL-ICE mit besserem WLAN-System

Ab Juni will die Deut­sche Bahn AG den neuen XXL-ICE einsetzen, der auch ein verbes­sertes WLAN-System bietet. Verbes­serungen sind auch für die Anzeige von Reser­vie­rungen geplant.

Bahn plant besseres WLAN im XXL-ICE Bahn plant besseres WLAN im XXL-ICE
Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang, Montage: teltarif.de
Die Deut­sche Bahn AG will die Internet-Anbin­dung im ICE weiter verbes­sern. Einem Bericht des Nach­rich­ten­maga­zins Der Spiegel zufolge soll ab 13. Juni der soge­nannte XXL-ICE einge­setzt werden. Premiere feiert der auf 13. Waggons verlän­gerte Zug auf der Strecke von Hamburg nach Chur in der Schweiz. Der XXL-ICE ist 374 Meter lang und verfügt über 918 Sitz­plätze.

Immer wich­tiger wird auf Bahn­reisen auch ein mobiler Internet-Zugang. Geschäfts­rei­sende nutzen diesen, um die Fahrt für die Arbeit zu nutzen. Schließ­lich ist das einer der Vorteile einer Bahn­fahrt gegen­über der Reise mit dem eigenen PKW. Privat­kunden nutzen den Internet-Zugang, um sich mit Surfen, Chatten oder Streamen die Zeit zu vertreiben.

Leis­tungs­fähi­gere Antennen

Bahn plant besseres WLAN im XXL-ICE Bahn plant besseres WLAN im XXL-ICE
Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang, Montage: teltarif.de
Oft gibt es aber Kritik, der zufolge die Internet-Anbin­dung im Zug eher schlecht ist. Für die verlän­gerte Vari­ante des ICE4 soll dem Bericht zufolge ein neues WLAN-System genutzt werden, das über leis­tungs­starke Antennen auf dem Dach verfügt. Wie sich das für die Fahr­gäste in der Praxis bemerkbar macht und ob es tatsäch­lich zu Verbes­serungen kommt, muss sich in Tests zeigen.

Mit der Instal­lation des neuen Systems "haben wir unsere Haus­auf­gaben für mehr Band­breite an Bord unserer Züge gemacht", sagte die IT-Projekt­ent­wick­lerin Julia Göbel dem Spiegel. Im vergan­genen Jahr gab es auch Berichte über neue Fens­ter­scheiben im Zug, die die Mobil­funk­signale von außen nicht mehr abschirmen sollen, sodass sich die klas­sische Handy­ver­sor­gung im ICE verbes­sert

Anzeige von Reser­vie­rungen in Echt­zeit

Neu ist im XXL-ICE auch die Compu­ter­archi­tektur. Bisher hätten die Zugbe­gleiter nur jeweils vor der Abfahrt eine Datei mit den Reser­vie­rungen erhalten. Kunden, die kurz­fristig reser­viert hatten, bekamen einen Platz zuge­wiesen, der mit dem Text "ggf. frei­geben" gekenn­zeichnet war. Das war nicht zuletzt für Fahr­gäste ohne Reser­vie­rung ein Unsi­cher­heits­faktor, da sie nie wissen konnten, wie lange sie den Platz nutzen können.

Im XXL-ICE können die Hinweise dem Bericht zufolge jeder­zeit aktua­lisiert werden, wenn neue Reser­vie­rungen regis­triert werden. Auch das Design der Info-Moni­tore, das laut Bahn bislang von den Herstel­lern vorge­geben wurde, wird verän­dert. Anstelle blauer Displays hängen in den neuen Zügen Bild­schirme mit schwarzem Rand.

Bereits im Januar meldeten die Mobil­funk-Netz­betreiber, die ICE-Stre­cken der Bahn seien jetzt gut versorgt.

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