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FRITZ!OS 7 von AVM ab sofort verfügbar

AVM hat FRITZ!OS 7 veröffentlicht. Das neue Betriebssystem soll schrittweise für alle aktuellen Heimvernetzungsgeräte des Herstellers erscheinen. Zwei FRITZ!Box-Modelle werden bereits versorgt.
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Anfang Juni hat AVM die Fachmessen CEBIT und ANGA Com genutzt, um das neue Betriebssystem FRITZ!OS 7 erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Jetzt hat der Berliner Hersteller die Software wie geplant auch offiziell veröffentlicht. Mehr als 77 Neuerungen und Verbesserungen verspricht AVM für die Bereiche WLAN, Mesh, Smart Home, Telefonie und Internet.

Für die FRITZ!Box-Modelle 7590 und 7580 steht das Update ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Schrittweise sollen auch die anderen aktuellen AVM-Produkte mit der Aktualisierung versorgt werden. Der Hersteller hat allerdings bislang keinen Zeitplan veröffentlicht. So ist es unklar, wann welches Gerät für die Heimvernetzung mit der aktuellen Firmware ausgestattet ist. Ältere Router wie die FRITZ!Box 7390, die bereits beim Update auf FRITZ!OS 6.90 nicht berücksichtigt wurden, bleiben allerdings außen vor.

Schnellerer Wechsel des WLAN-Bandes

FRITZ!OS 7 ab sofort verfügbarFRITZ!OS 7 ab sofort verfügbar FRITZ!OS 7 unterstützt die WLAN-Standards 11v und 11k bei Band Steering (Idle Steering). Dadurch sollen moderne WLAN-Geräte wie Smartphones von einem schnelleren Wechsel des Frequenzbandes - auch bei bestehender Verbindung -  profitieren. AVM hat außerdem die grafische Mesh-Übersicht auf der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box um Angaben zur Verbindungsqualität von schnurloser Telefonie erweitert. Die Benutzeroberfläche zeigt nun auch Updates für alle FRITZ!-Produkte an. Sind automatische Updates in der FRITZ!Box aktiviert, werden nun auch FRITZ!WLAN Repeater und Powerline-Produkte im Mesh automatisch aktualisiert.

Mit dem neuen Betriebssystem führt AVM auch "Zero Wait DFS" (Dynamic Frequency Selection) ein. Dadurch will der Hersteller sich die Wartezeiten im oberen 5-GHz-Bereich bei Wetter- oder Flugradar verringern, was wiederum zu einer lückenlosen Verbindung beitragen soll. Die Radar-Dienste sind vorrangige Nutzer dieses Frequenzbereichs. WLAN-Router müssen vor dem Einsatz des Bandes daher zuerst sicherstellen, dass diese Dienste vom Hotspot nicht gestört werden.

Bis zu 160 MHz Funkkanal-Bandbreite

Mit dem jetzt veröffentlichten Update erweitert AVM außerdem die mögliche Funk­kanal­band­breite für 4x4-WLAN-Router wie FRITZ!Box 7590 oder FRITZ!Box 7580 von 80 auf 160 MHz. Für WLAN-Geräte wie Notebooks, die diese Bandbreite ebenfalls unterstützen, sollen sich dadurch die Daten­durch­satz­raten verdoppeln. Eine Vesserung sei grundsätzlich aber auch bei Geräten mit 2x2­Antennen spürbar.

FRITZ!Boxen lassen sich nach der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem ähnlich wie WLAN-Repeater und Powerline-Adapter ins heimische Mesh-Netz einbinden. Dabei werden neben dem WLAN-Netz auch die Telefonie- und Smart-Home-Dienste meshfähig. So stehen die Telefonie­funktionen des zentralen Routers für jede als Mesh Repeater integrierte FRITZ!Box und die an ihr angeschlossenen Telefone zur Verfügung. Über den Menüpunkt "Mesh" lassen sich die Einstellungen für WLAN und Telefonie zentral am Haupt-Router vornehmen.

AVM hat ferner die Nutzung des WLAN-Hotspots verbessert, der sich als Gast­zugang einrichten lässt. Dabei haben die Nutzer die Wahl zwischen einem offenen Hotspot, bei dem keine Passworteingabe erforderlich ist, und einem passwort­geschützten Internet-Zugang, der Gästen angeboten werden kann, ohne dass diese auch auf das Heimnetz zugreifen können. Mit FRITZ!OS 7 können die Nutzer zudem Smart-Home-Geräte anderer Hersteller in ihr Heimnetz einbinden, sofern diese das HAN-FUN-Protokoll (Home Area Network FUNctional) unterstützen.

Verbesserungen für Smart Home

Neue Smart-Home-Vorlagen sollen eine flexible Konfiguration und Steuerung mehrerer Geräte ermöglichen. Diese können als Schablonen für unterschiedliche Anwendungen (Feiertage, Früh- oder Spätschicht, Urlaub etc.) verwendet werden. Die Einrichtung erfolgt über das passwort­geschützte FRITZ!Box-Menü, die Steuerung selbst kann auch über ein FRITZ!Fon vorgenommen werden.

Vereinfacht hat AVM die Aktivierung von MyFRITZ!. Mit diesem Dienst haben Anwender auch unterwegs Zugriff auf viele Anwendungen aus dem Heimnetz. Ferner ist für die MyFRITZ!-Adresse nun ein SSL-Zertifikat erhältlich, sodass bisher mögliche Browser­warnungen wegfallen. Neu ist auch die Möglichkeit, sich MyFRITZ!-Berichte senden zu lassen. Per E-Mail wird wöchentlich oder monatlich über den Zustand der FRITZ!-Produkte und vorhandene Updates informiert.

Mehr Komfort für FRITZ!Fon

FRITZ!OS 7 bringt mehr als 77 NeuerungenFRITZ!OS 7 bringt mehr als 77 Neuerungen FRITZ!Fon-Besitzer bekommen bei Telefonaten der Orts- oder Ländername, aus dem der Gesprächspartner kommt, im Display angezeigt. Dazu lassen sich bis zu fünf eigene Klingeltöne einrichten. Rufumleitungen lassen sich Zeit basiert steuern. Außerdem hat AVM die Wiedergabe von Podcasts über das FRITZ!Fon verbessert. Über das DECT-Handy können außerdem WLAN-Gastzugänge geschaltet und Smart-Home-Geräte gesteuert werden.

An den AVM-Router lassen sich USB-Sticks oder Festplatten anschließen, die im gesamten Heimnetz genutzt werden können. Mit FRITZ!OS 7 wird der Zugriff auf die Speicher­medien schneller, sofern diese mit dem von Windows bekannten NTFS-Dateisystem formatiert sind. Ferner hat AVM die Web-Oberfläche, über den Anwender auf den Netzwerkspeicher zugreifen können, für die Darstellung auf verschiedenen Geräten optimiert.

AVM bietet zudem jetzt Unterstützung für den SIP-Trunk der Deutschen Telekom. Damit ermöglicht der Netzbetreiber seinen Geschäftskunden einen einfachen Umstieg von ISDN auf die All-IP-Technik. Die FRITZ!Box unterstützt bis zu 20 Durchwahl-Rufnummern für die direkt am Router angeschlossenen Telefone. Sind im gebuchten Tarif mehr als 20 Durchwahl­nummern enthalten, so lassen sich diese mit einer ISDN-TK-Anlage für den Anlagenanschluss über den internen S0-Bus der FRITZ!Box nutzen.

Gerätewechsel wird vereinfacht

Nicht zuletzt hat AVM auch den Gerätewechsel vereinfacht. Wird eine neue FRITZ!Box angeschafft, müssen die mit dem bisherigen Router verbundenen Apparate wie Telefone oder Heizkörper­regler nicht mehr manuell eingebunden werden. Sobald die Einstellungen von der bisherigen FRITZ!Box importiert wurden, werden alle bekannten DECT-Geräte automatisch angemeldet.

Viele Neuerungen, die nun bei FRITZ!OS 7 offiziell eingeführt werden, kündigten sich bereits in den FRITZ!Labor-Versionen an, die AVM für verschiedene Router in den vergangenen Monaten veröffentlicht und aktualisiert hat. Handelte es sich dabei um Beta-Software, für die der Hersteller keinen Support geleistet hat, so empfiehlt AVM ausdrücklich, immer die neueste für das eigene Gerät verfügbare FRITZ!OS-Version zu nutzen. Es kann allerdings nicht schaden, vor dem Update eine Datensicherung anzulegen.

In einer weiteren Meldung haben wir Ihnen einige Highlights von FRITZ!OS 7 bereits in Bildern gezeigt.

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