Online-Offensive

Auto als mobiler LTE-Hotspot: Opel führt Tele­matik­dienst OnStar ein

Opel will ab Herbst den Tele­matik­dienst OnStar in seinen Autos einbauen. Zunächst soll die nächste Generation des Astra mit dem Dienst ausgestattet werden. OnStar übernimmt auch die Überwachung des Zustandes des Fahrzeugs.
Von dpa / Marleen Frontzeck-Hornke
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Opel rüstet seine Modellpalette ab Herbst sukzessive mit dem Telematikdienst OnStar aus. Das Onlinesystem bietet über einen automatischen Notruf hinaus den Kontakt zu einem Service-Center, das den Fahrer per Daten- oder Sprachverbindung unterstützt. Außerdem wird das Auto mit OnStar zum mobilen Hotspot und bringt über WLAN bis zu sieben Endgeräte ins Internet.

Beginnen soll die Online-Offensive nach Informationen aus Unternehmenskreisen mit der nächsten Generation des Astra, die ihre Premiere im September auf der Frankfurter Automesse IAA feiert. "Binnen eines Jahres werden wir OnStar in fast allen Baureihen vom Karl bis zum Insignia anbieten", sagte Firmenchef Karl-Thomas Neumann bei einer Veranstaltung in Detroit.

Herzstücke des OnStar-Services sind laut Neumann ein 4G-Mobilfunkmodul im Fahrzeug und ein Call-Center, das im englischen Luton aufgebaut wird. Drückt der Fahrer einen Knopf am Innenspiegel, wird er zu den Service-Mitarbeitern verbunden und kann sich zum Beispiel Navigationsziele ins Auto schicken lassen, ohne durch Menüs zu scrollen.

Per Smartphone-App bestimmte Fahrzeugfunktionen fernsteuern

Opel führt Telematikdienst einOpel führt Telematikdienst ein OnStar überwacht auch den Zustand des Fahrzeugs und organisiert auf Wunsch Wartung oder Reparaturen. Auch kann man über das Call-Center oder eine Smartphone-App bestimmte Fahrzeugfunktionen wie die Türverriegelung fernsteuern und Daten des Bordcomputers abrufen. Mit Rücksicht auf Datenschutz und Privatsphäre lässt sich die für viele Services nötige Übermittlung der Fahrzeugposition mit einem Knopfdruck unterdrücken.

Zentrale Säule im OnStar-Dienst ist der automatische Notruf, mit dem Opel der für 2018 terminierten EU-Vorgabe zum zu genannten E-Call zuvorkommt - einem automatischen Notrufsystem im Wagen. Wird das Auto gestohlen, lässt es sich über OnStar lokalisieren, und es kann im Zusammenspiel mit der Polizei die Wegfahrsperre aktiviert werden.

Im ersten Jahr soll der OnStar-Service kostenlos sein. Danach wird eine monatliche Gebühr erhoben. Preise für Kunden in Deutschland nannte Opel noch nicht. In den USA, wo die Konzernmutter General Motors OnStar seit fast 20 Jahren anbietet und rund sechs Millionen Kunden betreut, sind das je nach Umfang und Datenvolumen zwischen 20 und 35 Dollar (rund 18 bis 32 Euro).

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