Ausstellung

Wie funktionierte Vernetzung vor dem Internet?

Schon vor der Erfindung des Internets wollten sich Menschen austauschen und vernetzen: Das ist das Thema einer neuen Schau im Berliner Technikmuseum. Sie schlägt den Bogen von der Vergangenheit zur modernen Technik.
Von dpa /
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Wie haben sich unsere Großeltern ohne Smartphone verabredet? Wie knipst man am besten ein Selfie? Und was ist eine Datenkrake? Antworten auf diese und weitere Fragen könnte ab heute eine neue Ausstellung geben: Thema ist die vernetzte Welt. Die Schau "Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme" ist künftig dauerhaft im Deutschen Technikmuseum in Berlin zu sehen. Eigens ausgebaut wurden dafür vier ehemalige Lagerhallen in der historischen Ladestraße des Anhalter Güterbahnhofs, wie das Museum ankündigte.

200 Jahre technische Vernetzung können Besucher dort anhand von rund 550 Exponaten und interaktiven Stationen nachverfolgen: Ein Abschnitt des ersten Transatlantikkabels aus dem 19. Jahrhundert ist den Angaben zufolge ebenso zu sehen wie ein 50er-Jahre-Tischtelefon aus einem Berliner Tanzcafé. Eine Telefonvermittlungsanlage aus derselben Ära ermöglicht es Besuchern, wie einst Kontakt aufzunehmen.

Nicht nur Geschichte, sondern auch aktuelle Entwicklungen

Die Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin
Die Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin
Aus jüngerer Vergangenheit stammt dagegen eine 18 Meter lange Datenkrake, eigentlich eine Bezeichnung für große datensammelnde Unternehmen. Mit dem Plastik-Tier namens Otto hatten Demonstranten von "Freiheit statt Angst" in mehreren Jahren mehr Datenschutz gefordert.

Zum Begleitprogrammen der Schau gehören Workshops, bei denen Kinder etwa Roboter programmieren oder die "Kunst, ein Selfie zu machen" erlernen können. Für Familien wird in den Herbst- und Weihnachtsferien ein Theaterstück gezeigt, das spielerisch und humorvoll auf Chancen und Gefahren des Internets hinweisen soll, wie es in der Ankündigung heißt.

Gefördert wurden der Ausbau der Gebäude und die Ausstellung mit knapp vier Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mehr als sechs Millionen Euro von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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