Online-Bibliothek

Digitale Angebote in Bibliotheken immer gefragter

Mehr digitale Ausleihe, WLAN und Tablets für Besucher - die Bibliotheken in Sachsen-Anhalt stellen sich immer breiter auf. Trotzdem wird das gedruckte Buch weiter am meisten nachgefragt.
Von dpa / Stefan Kirchner
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Die Nachfrage nach elektronischen Büchern in Sachsen-Anhalts Bibliotheken ist gestiegen. Insgesamt seien die digitalen Medien 2017 rund 331 600 Mal ausgeliehen worden, teilte das Landes­verwaltungsamt in Halle mit. Das entspreche durchschnittlich 17,26 Mal pro Medium. Im Vorjahr waren es im Schnitt 16,93 Mal pro Werk. Zudem vergrößerte sich 2017 der Bestand elektronisch verfügbarer Medien - von etwa 48 900 im Jahr 2016 auf mehr als 57 200. Am gefragtesten war im vergangenen Jahr aber nach wie vor das gedruckte Buch, so das Landes­verwaltungsamt.

Darüber hinaus bieten den Angaben zufolge immer mehr der öffentlichen Bibliotheken WLAN an. So könnten die Besucher ihre eigenen Geräte zur Recherche nutzen. Außerdem stellten einige Einrichtungen ihren Nutzern Tablet-Computer oder E-Book-Reader bereit.

Erfolgsmodell Onleihe

Online-Bibliothek OnleiheDigitale Inhalte von Bibliotheken werden beliebter Laut Landes­verwaltungsamt bieten derzeit 38 der 75 Bibliotheken im Land die rund um die Uhr verfügbare Onleihe an. Die Medien können in einem Online­katalog gesucht und reserviert werden und werden nach Ablauf der Leihfrist automatisch zurück­gegeben.

Die digitalen Angebote sind auf Computer, Notebook, Tablet, Smartphone, eBook Reader oder dem Browser nutzbar. Zur Ausleihe stehen dabei neben eBooks und eMagazinen auch Audio­inhalte wie Hörbücher und Musikalben bereit, sowie ausgewählte Anwender­software. Auch Video­inhalte stehen zum Ausleihen per Onleihe zur Verfügung.

Insgesamt haben die Bibliotheken in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren mit rück­läufigen Zahlen zu kämpfen. Waren 2013 noch mehr als 132 000 Nutzer registriert, ist die Zahl 2016 auf etwa 120 500 Nutzer zurück­gegangen. Die Zahlen für 2017 liegen laut Landes­verwaltungsamt noch nicht vor. Durch die Einführung von Nutzungs­gebühren sei aber auch für das vergangene Jahr vereinzelt mit rück­läufigen Zahlen zu rechnen, hieß es. Zudem sei in einigen Bibliotheken Personal reduziert worden. Dadurch mussten Öffnungs­zeiten verkürzt werden.

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