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freenet lässt mobilcom-debitel sterben

mobilcom-debitel gehört mit zu den bekann­testen Marken in der Mobil­funk­welt - nun soll sie sterben. Spätes­tens ab Juli wird für alle Produkte und Dienste nur noch der Name freenet verwendet.

Aus mobilcom-debitel wird freenet Aus mobilcom-debitel wird freenet
Bild: mobilcom-debitel
Dass bekannte Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zerne ab und zu an ihrer Marken­prä­senz feilen müssen, zeigt das aktu­elle Beispiel der Telekom, die sich ein neues Logo verpasst. Ein unge­wöhn­lich radi­kaler Schritt wird heute von der freenet-Gruppe ange­kün­digt: Spätes­tens bis zum Juli wird die Marke mobilcom-debitel abge­schafft. Die Marken-Berei­nigung im Hause freenet geht also weiter, erst im vergan­genen August war die Marke call­mobile einge­stellt worden.

Dieser Schritt ist um so erstaun­licher, da es sich bei mobilcom-debitel um eine der Haupt­marken handelt und nicht um eine jahre­lang kaum noch gepflegte Marke wie seiner­zeit call­mobile. mobilcom-debitel-Tarife sind nicht nur online erhält­lich, die Marke ist mit zahl­rei­chen Shops in deut­schen Innen­städten vertreten, die nun umge­labelt werden müssen.

freenet: Marke nicht mehr nur für Nischen­pro­dukte

Die freenet-Gruppe teilt mit, der Marken­wechsel soll die Bekannt­heit der Marke freenet stei­gern und Syner­gien schaffen, die Rolle von freenet als Dach­marke soll gestärkt werden. Außer durch einen kaum noch genutzten Mail­dienst, die freenet Hotspot flat, freenet Mobile, das TV-Nischen­pro­dukt freenet TV und einige zum Jahres­ende einge­stellte Internet-by-Call-Marken war die Marke über längere Zeit kaum noch in der Öffent­lich­keit präsent, daran haben auch die in der Zwischen­zeit einge­führten Mobil­funk­marken freenet Funk und freenet Flex nur wenig geän­dert.

Aus mobilcom-debitel wird freenet Aus mobilcom-debitel wird freenet
Bild: mobilcom-debitel
Bis Juli sollen also nun statio­närer Handel, Online-Vertrieb, Marke­ting sowie Kunden­kom­muni­kation der Tele­kom­muni­kati­ons­marke mobilcom-debitel auf freenet umge­stellt werden. Ziel der Trans­for­mation soll es sein, freenet noch "wahr­neh­mungs­stärker" als Digital-Life­style-Anbieter für den Privat­kunden zu posi­tio­nieren. Bereits heute soll die Marke freenet laut vom Unter­nehmen selbst befragten Markt­for­schern eine Bekannt­heit von rund 90 Prozent errei­chen. Dieter Bohlen soll als Werbe­bot­schafter erhalten bleiben.

Im Mobil­funk­bereich hat das Unter­nehmen nach eigenen Angaben knapp 7,2 Millionen Kunden. Bis Juli soll ein Groß­teil der 550 eigenen Shops umge­staltet sein - es bleibt abzu­warten, ob das Unter­nehmen im Rahmen der Restruk­turie­rung alle Shops behält. Tests im Januar mit temporär freenet-gebran­deten Shops hätten "deut­lich bessere Erken­nungs­werte" und "sehr posi­tive Kunden­reak­tionen" gezeigt.

Was passiert mit Bestands­kunden?

An den bestehenden Verträgen der Kunden wird sich wohl zunächst nichts ändern, diese muss das Unter­nehmen wie gewohnt erfüllen. Gege­benen­falls wird sich das Design von Webseite und Kunden­center verän­dern, es ist auch möglich, dass es eine neue Login-Adresse fürs Kunden­center geben wird.

Abzu­warten bleibt, wie sich die Preise der freenet-Tarife ab Juli entwi­ckeln werden. teltarif.de berichtet auf einer regel­mäßig aktua­lisierten Über­sichts­seite über alle Tarif-Aktionen der freenet-Marken. Mit der Konkur­renz verglei­chen lassen sich die Tarife am besten im Handy­tarife-Vergleich von teltarif.de

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