Technologie

Iris-Scanner: Warum die Handy-Entsperrung via Auge noch auf sich warten lässt

Nach dem Fingerabdruck-Sensor erwarten viele Nutzer bald auch einen Augen-Scanner zur Entsperrung von Smartphones. Doch wird es vermutlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis diese Technologie in ersten Handys zu finden sein wird. Wir nennen die Gründe.
Von Rita Deutschbein
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Apple hat es mit dem Finger­abdruck-Scanner vorgemacht und eine alternative Möglich­keit der Smartphone-Entsperrung abseits von PIN-Codes, Pass­wörtern und Gesichts­erkennung im iPhone 5S implementiert. Der sogenannte Iris-Scanner könnte der nächste große Schritt im Bereich der Smartphone-Sicher­heit sein. Erste Quellen deuteten an, dass die Entsperrung mithilfe des Auges bereits im Samsung Galaxy S5 zu sehen sein könnte. Das Gerücht wurde von Samsung-Chef Lee Young-hee nun aber richtig gestellt. Wie der Korea Herald berichtet, ließ Lee in einem Interview verlauten, dass Samsung zwar an der Augen-Scanner-Technologie arbeite, der Einbau in einem konkreten Modell aber noch nicht geplant sei.

Iris-Scanner: Warum die Handy-Entsperrung via Auge noch auf sich warten lässtIris-Scanner: Handy-Entsperrung via Auge Die Entsperrung eines Smartphones über den Scann der Iris sei prinzi­piell eine Technologie, in die noch viel Arbeit gesteckt werden müsse, so die Aussage verschiedener Entwickler. Denn um die indi­viduellen Merkmale eines Auges für die Entsperrung nutzen zu können, müssten diese von der Kamera des Gerätes auch ausgelesen werden können. Man brauche daher drei verschiedene Kamera-Module, so die Aussage. Zudem werde das Smartphone deutlich dicker, da die Kamera mit einer solchen Funktion mehr Platz im Gehäuse einnehmen würde.

Neben den technischen Hürden, die noch genommen werden müssen, sehen die Entwickler die Entsperrung des Smartphones mittels Augen-Scanner auch schwierig in der Anwendung. Denn "wer würde sein Mobilteil in Orten wie dem Theater, im Bett oder während einer Autofahrt gern nah ans Auge halten, um dieses zu entsperren?", so der Einwand.

Geht es nach der Einschätzung der Markt­beobachter, wird es noch etwa ein bis zwei Jahre dauern, bis wir Geräte auf dem Markt sehen werden, deren Front­kameras in der Lage sind, die indi­viduellen Merkmale der Iris auszu­lesen und Nutzer sich dadurch authenti­fizieren können.

Setzt Samsung nun auf Fingerabdruck-Scanner?

Die Vorstellung des Samsung Galaxy S5 steht kurz bevor, wobei der genaue Zeitpunkt aber immer noch nicht näher bestimmt ist. Während einige Quellen den Launch des neuen Flagg­schiffs wieder im Zuge eines separaten Events im März bzw. April erwarten, wollen andere erfahren haben, dass das Galaxy S5 bereits im Februar auf dem MWC gezeigt wird. Eldar Murtazin, der in der Vergangen­heit mit seinen Prognosen bereits das ein oder andere Mal richtig lag, twitterte unlängst den 23. Februar als Termin.

Samsung könnte im Galaxy S5 einen Finger­abdruck-Scanner direkt unter dem Display-Panel einbauen, sodass Nutzer ihren Fingerabdruck direkt auf dem Bildschirm scannen lassen können, so der neueste Stand der Gerüchte. Das schwedische Unternehmen Finger­print Cards AB gab unlängst bekannt, dass es sich mit großen Herstellern - ein Großteil davon aus Korea - in Gesprächen befindet. Viele von ihnen wollen die Entsperrung via Finger­abdruck demnach im Laufe des Jahres in ihren Geräten imple­mentieren.

Wie der Fingerabdruck-Sensor des Apple iPhone 5S funktioniert, haben wir bereits getestet. Mehr zu dieser Art der Entsperrung lesen Sie in einer weiteren Meldung. Zudem gibt es Details zur Ausstattung des Galaxy S5. Welche Technik im Smartphone verbaut sein soll und welchen Preis das Flaggschiff vermutlich haben wird, lesen Sie in einer weiteren Meldung.

Was halten Sie von der Entsperrung mittels Auge?

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