Audio

Sieben von zehn Deutschen streamen Musik

Der Audio-Markt im Internet boomt und wächst weiter. Sieben von zehn Deut­schen streamen inzwi­schen Musik, mehr als drei von zehn hören zumin­dest gele­gent­lich Radio im Netz. Auch Podcasts sind immer beliebter.
AAA
Teilen (25)

Audio-Strea­ming ist immer noch ein Wachs­tums­geschäft und beliebter denn je: Sieben von zehn Inter­netnut­zern (72 Prozent) in Deutsch­land hören zumin­dest hin und wieder Musik per Strea­ming. Im Vorjahr waren es noch 69 Prozent. Das ist das Ergebnis einer reprä­senta­tiven Umfrage im Auftrag des Digi­talver­bands Bitkom.

Musik- und Video­strea­ming schlagen Radio

Spotify und Co. boomenSpotify und Co. boomen Danach setzt mehr als die Hälfte (55 Prozent) auf Musik-Strea­ming-Dienste wie zum Beispiel Spotify, Deezer oder Apple Music. Ähnlich viele (53 Prozent) streamen Musik­videos über Platt­formen wie YouTube oder Vimeo. Zudem hört jeder dritte Inter­netnutzer (33 Prozent) gele­gent­lich Radio­programme per Stream. "Audio-Strea­ming hat sich in der Breite der Gesell­schaft durch­gesetzt", sagt Bitkom-Experte Dr. Sebas­tian Klöß. "Der Vorteil liegt auf der Hand: Dank Strea­ming haben Nutzer Millionen von Audio­titeln immer sofort verfügbar. Außerdem erhalten sie Vorschläge zu Inter­preten und Titeln, die zu ihren Hörvor­lieben passen." Zum Vergleich: Nur noch zwei von fünf Inter­netnut­zern (38 Prozent) laden Musik­dateien dauer­haft auf ihre Endge­räte herunter.

Jeder fünfte nutzt Podcasts

Dabei sind Musik­titel mit weitem Abstand die belieb­testen Inhalte auf Strea­ming-Platt­formen. Nahezu alle Strea­ming-Nutzer (98 Prozent) hören auf diese Weise Musik. Jeder Fünfte (21 Prozent) hört zudem Podcasts, 14 Prozent auch Hörspiele oder Hörbü­cher. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, nutzt seinen Strea­ming-Dienst regel­mäßig. Zwei Drittel der Nutzer (65 Prozent) streamen täglich Inhalte. Darin enthalten sind 26 Prozent, die sogar mehr­fach täglich bezie­hungs­weise dauer­haft per Stream hören. Weitere 15 Prozent tun dies mehr­mals pro Woche.

"Das Angebot der Musik-Strea­ming-Dienste ist so groß wie nie und wächst beständig. Immer mehr Platt­formen produ­zieren eigene Exklusiv-Inhalte, um Nutzer zu binden", so Klöß.

Beim Strea­ming werden Inhalte nicht auf die Endge­räte herun­terge­laden, sondern nur zwischen­gespei­chert und ohne Warte­zeit wieder­gegeben. Kosten­lose Musik-Strea­ming-Dienste sind häufig in den Funk­tionen begrenzt oder spielen zwischen einzelnen Titeln Werbe­spots ab. Kosten­pflich­tige Premium-Abos ermög­lichen werbe­freien und unbe­grenzten Zugang zu den Musik­archiven und vollen Funk­tions­umfang. Um mobiles Daten­volumen zu sparen, wird häufig eine Down­load-Option ange­boten.

Hinweis zur Methodik

Grund­lage der Angaben ist eine reprä­senta­tive Befra­gung, die Bitkom Rese­arch im Auftrag des Digi­talver­band Bitkom durch­geführt hat. Dabei wurden 1007 Personen in Deutsch­land ab 16 Jahren tele­fonisch befragt, darunter 822 Inter­netnutzer. Die Frage­stel­lungen lauteten: "Welche der folgenden Möglich­keiten nutzen Sie zumin­dest hin und wieder, um Musik zu hören bezie­hungs­weise zu streamen?", "Welche Inhalte hören Sie sich über Musik-Strea­ming-Dienste zumin­dest gele­gent­lich an?" und "Wie häufig nutzen Sie Musik-Strea­ming-Dienste im Internet?"

Teilen (25)

Mehr zum Thema Streaming