AT&V?

Bericht: AT&T arbeitet an Übernahmestrategie für Vodafone

Neben einer Komplettübernahme ist auch ein Anteilskauf möglich
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Käme dieses Geschäft zustande, würde es den Tele­kommunikations­markt umkrempeln: Nach einem Bericht der Finanz-Nachrichten­agentur Bloomberg erwägt der US-Branchen­riese AT&T eine Übernahme des britischen Wett­bewerbers Vodafone. Die Ver­antwort­lichen bei AT&T würden momentan eine Strategie dafür aus­arbeiten, schrieb Bloom­berg unter Berufung auf ein­geweihte Personen. Die Firmen äußerten sich nicht.

Gerüchte treiben Vodafone-Aktie nach oben

Die Gerüchte, dass AT&T Vodafone übernimmt mehren sichDie Gerüchte, dass AT&T Vodafone übernimmt mehren sich Vodafone-Aktien legten am Freitag zu: Sie setzten sich mit einem Plus von mehr als zwei Prozent an die Spitze im europaweiten Stoxx-50-Index. Vodafone würde "kulturell" gut zu AT&T passen, schrieb Analyst Emmet Kelly von der US-Investmentbank Merrill Lynch. Zudem sollte Vodafone ab dem kommenden Jahr positive Umsatztrends verzeichnen.

Die Gerüchte, dass AT&T sich gerne nach Europa ausbreiten würde, gibt es schon länger Hedgefonds-Manager Sven Kleinhans: "AT&T sucht nach einem globalen Wurf. Da geraten auch Unternehmen wie Vodafone in das Visier der Amerikaner, die nicht kleckern, sondern klotzen." Der US-Konzern könnte zwar vor einer kompletten Übernahme zurückschrecken, könnte aber zumindest eine stattliche Beteiligung planen.

Ein Angebot - wenn überhaupt - dürfte aber erst im kommenden Jahr zustande kommen. Gerade verkauft Vodafone seinen Anteil am größten US-Mobilfunker Verizon Wireless, dem schärfsten Rivalen von AT&T. Das dürfte eine Übernahme aus US-Sicht kartellrechtlich unbedenklich machen. Unklar ist, wie Europas Behörden reagieren würden: Die Telefon- und Internetspionagevorwürfe gegen die US-Regierung haben das politische Klima vergiftet.

Bereits seit einigen Monaten halten sich die Gerüchte standhaft.

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