Erster Eindruck

Asus ZenFone 4 & 4 Pro im Kurz-Test: Zwei Handy-Kamera-Profis

"We love photo" ist das Motto, das Asus mit dem neuen ZenFone 4 und 4 Pro erfüllen möchte. Und die Ausstattung der beiden Smartphones kann sich vor allem im Kamera-Bereich sehen lassen. Die Neulinge im Hands-On-Test.
Aus Rom berichtet
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Bereits im August hat Asus neue Modelle seiner ZenFone-4-Reihe präsentiert. Angekündigt waren die Smartphones zunächst nur für Taiwan, heute feierten die Geräte ihre Europa-Premiere. Im Zuge eines großen Events in Rom kündigte Asus den Marktstart des ZenFone 4, ZenFone 4 Pro, ZenFone 4 Selfie Pro, ZenFone 4 Max und ZenFone 4 Max Pro unter anderem für Deutschland an. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "We love photo", denn Asus hat sich besonders auf die Kameras der Smartphones konzentriert.

Asus ZenFone 4 im Hands-OnAsus ZenFone 4 im Hands-On Als Basismodell der Reihe dient das Asus ZenFone 4. Spannender ist jedoch das Pro-Modell, da es eine noch bessere Prozessor- und Speicherausstattung bietet. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Smartphones kaum, wie wir im Hands-On feststellen konnten.

Asus ZenFone 4 und 4 Pro: Unterschiede bei Display und Prozessor

Sowohl das ZenFone 4 als auch dessen Pro-Modell zeigen sich mit einem Unibody-Gehäuse aus Metall und Glas (Gorilla Glass), das wahlweise in Weiß, Schwarz oder Mintgrün zu haben ist. Der einzige optische Unterschied ist die Umrahmung der Dual-Kamera beim ZenFone 4 Pro, wobei die beiden Sensoren im Vergleich zum ZenFone 4 auch etwas vom Gehäuse hervorragen. Beide Modelle sind hervorragend verarbeitet und liegen dank des abgerundeten Rahmens bequem in der Hand. Schick anzusehen ist das 2.5D-Displayglas, der Bildschirmrand erscheint jedoch vergleichsweise breit - vor allem in Zeiten, in denen Hersteller immer häufiger auf rahmenlose Displays setzen.
Asus ZenFone 4 Pro mit umrahmter Dual-Kamera
Asus ZenFone 4 Pro mit umrahmter Dual-Kamera
Der Bildschirm der Geräte misst jeweils 5,5 Zoll in der Diagonale und löst 1080 mal 1920 Pixel auf. Bei der verwendeten Technologie gehen die Modelle allerdings verschiedene Wege: Während das Asus ZenFone 4 mit einem IPS-Screen ausgestattet ist, der Farben recht natürlich darstellt und im Hands-On durch seine hohe Leuchtkraft punkten konnte, kommt im Pro-Modell ein AMOLED-Display zum Einsatz. Hier wirken die Farben knalliger, der Kontrast ist jedoch besser. Zudem erscheint der AMOLED-Screen des ZenFone 4 Pro nicht ganz so leuchtstark wie das IPS-Display des Basismodells. Die Unterschiede sind allerdings recht minimal. In Sachen Blickwinkel­stabilität schlagen sich beide Display­typen gut und sind auch bei sehr schräger Sicht auf den Bildschirm noch problemlos ablesbar.
Asus ZenFone 4 im Hands-On
ZenFone 4 mit recht breitem Displayrand
Auch beim Prozessor setzt Asus auf eine unter­schiedliche Ausstattung. Das ZenFone 4 wird von einem Qualcomm Snapdragon 660 mit 4 GB RAM angefeuert, im ZenFone 4 Pro kommt der High-End-Chip Snapdragon 835 zusammen mit satten 6 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Beide Prozessoren unterstützen Bluetooth 5.0 sowie Quick Charge 4.0 und setzen sich aus acht Kernen zusammen. Beim Snapdragon 630 takten vier davon mit bis zu 1,8 GHz, das andere Cluster mit bis zu 2,2 GHz. Die maximale Taktrate der beiden Cluster des Snapdragon 835 fällt mit 1,9 GHz bzw. 2,45 GHz etwas höher aus. Zudem ist der Chip dank 10-Nanometer-Fertigung kompakter als der 660.

In Sachen Leistung zeigten sich trotz der verschiedenen Prozessoren beim ersten Ausprobieren allerdings keine relevanten Unterschiede. Beide Smartphones reagierten schnell auf Eingaben, öffneten Apps zügig und zeigten auch sonst keine Ruckler oder Aussetzer. Erst ein genauer Test wird die Unterschiede in der Performance verraten.

Asus ZenFone 4 im Hands-On
Rückseite aus stark spiegelndem Glas

System und Kamera

  ZenFone 4 ZenFone 4 Pro
System Android 7.1 mit ZenUI 4.0
Display 5,5 Zoll
Auflösung 1080 x 1920 Pixel
Technologie Super-IPS+ AMOLED
Prozessor Snapdragon 630
4x bis zu 1,8 GHz
4x bis zu 2,2 GHz
Snapdragon 835
4x bis zu 1,9 GHz
4x bis zu 2,45 GHz
RAM 4 GB 6 GB
Speicher 64 GB 128 GB
microSD-Slot vorhanden
Hybrid-Slot für Dual-SIM
Internet GPRS/EDGE, UMTS/HSPA+,
LTE
WLAN a/b/g/n/ac
Akku 3300 mAh 3600 mAh
Quick Charge ja ja
Kamera Dual-Kamera
Pixelgröße: 1,4 µm,
Phasen-Detection-Autofokus
OIS
Sensor 1 12 MP
Sony IMX362
f/1.7
12 MP
Sony IMX362
f/1.8
Sensor 2 8 MP 16 MP
Sony IMX51
f/1.9
Frontkamera 8 MP
f/2.0
8 MP
Sony IMX319
f/1.9
Fingerabdruck-
sensor
ja, im Home-Button
Sonstiges Bluetooth 5.0, NFC,
GPS /Glonass
USB C, Dual Speakers
Preis 499 Euro 849 Euro
Stand: 21.09.2017
Auf beiden Smartphones läuft mit Android 7.1.1 Nougat die nach Oreo aktuellste Betriebssystem-Version. Asus nutzt zudem seine hauseigene Oberfläche ZenUI in der neuesten Version 4.0. Die Anzahl der ab Werk installierten Apps wurde deutlich reduziert und das System erscheint nun flüssiger als bei bisherigen Versionen. Mit Twin Apps bietet Asus zudem eine Funktion an, die wir bereits von Huawei kennen - sie erlaubt es, Dienste wie Facebook und WhatsApp auf einem Gerät mit zwei unter­schiedlichen Accounts zu nutzen.

Bei beiden Modellen verwendet Asus eine Dual-Kamera, deren Hauptsensor - abgesehen von der Blende (ZenFone 4: f/1.8; 4 Pro: f/1.7) identisch ist. Hierbei handelt es sich um einen 12-Megapixel-IMX362-Sensor von Sony mit Phasen-Detection-Autofokus sowie einem optischen Bildstabilisator. Aufgrund der Pixelgröße von 1,4 Mikrometer sowie Asus SuperPixel-Engine soll der Sensor besonders viel Licht aufnehmen können, wodurch gute Fotos auch bei geringem Umgebungslicht gelingen sollen.

Asus ZenFone 4 im Hands-On
Die untere Randseite mit allen wichtigen Anschlussmöglichkeiten
Der zweite Sensor der Dual-Kamera unterscheidet sich innerhalb der neuen Modelle jedoch. Im ZenFone 4 kommt ein 8-Megapixel-Sensor mit 120-Grad-Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz. Im Pro-Modell ist es ein 16-Megapixel-Sensor mit zweifach optischem Zoom und f/1.9-Blende. Werden die Aufnahmen beider Kameras zusammen­gefasst, erhalten Handy-Fotografen mehr Tiefenschärfe und eine größere Detailfülle.

Kurze Einschätzung

Asus ZenFone 4 im Hands-On
Asus ZenFone 4
Beide ZenFone-4-Modelle sind Dual-SIM-fähig, wenn Nutzer den Hybrid-Slot nicht zur Speicher­erweiterung nutzen. Sie funken über WLAN ac sowohl im 2,4-GHz-Band als auch im 5-GHz-Band, unterstützen LTE mit bis zu 300 MBit/s im Downstream und Bluetooth 5.0. NFC, GPS/Glonass und ein USB-C-Port gehören ebenfalls zur Ausstattung. Der Fingerabdruck­sensor ist bei beiden Smartphones vorn unterm Display zu finden.

Insgesamt hinterlassen beide Asus-Modelle im Kurz-Test einen guten ersten Eindruck. Die Verarbeitung und das Design überzeugen und auch die Leistung sollte sich im oberen Niveau bewegen. Das ZenFone 4 Pro ordnet sich mit seiner Ausstattung in der Oberklasse ein, während das ZenFone 4 eher ein sehr gutes Modell der Mittel­klasse ist. Und das zeigt sich im Preis: Während das ZenFone 4 in Deutschland für 499 Euro auf den Markt kommt, wird das ZenFone 4 Pro mit 849 Euro deutlich teurer.

Über unseren umfangreichen Handy-Vergleich haben Sie die Möglichkeit, zum Beispiel das Zenfone 4 Pro mit anderen Modellen von Apple, Samsung oder anderen Herstellern zu vergleichen.

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