Touch-Display

Notebook mit Zweit-Display: Asus ScreenPad ausprobiert

Asus stattet die neueste Notebook-Generation wieder mit einem ScreenPad statt einem klassischen Touchpad aus. Für das zweite Display gibt es nun mehr Apps - wir haben einen Blick darauf geworfen.
Von der IFA in Berlin berichtet
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Asus hat - ganz ähnlich wie Acer - die IFA nicht dazu genutzt, neue Smartphones oder Tablets vorzustellen, sondern sich auf den klassischen Notebook- und Convertible-Bereich konzentriert.

In einer Vorab-Präsentation stellte Asus insbesondere neue Vertreter der Zenbook-Serie sowie einen All-In-One-PC vor. Ein interessantes Feature, das auch vorige Notebookmodelle bereits mitbrachten, ist das Asus ScreenPad. An der Stelle, wo normalerweise beim Notebook das Touchpad sitzt, befindet sich ein Touchdisplay in derselben Größe, das mit diversen Funktionen belegt werden kann. Für dieses ScreenPad zeigte Asus nun neue Anwendungen.

Asus-Notebook mit zweitem Display statt Touchpad
Asus-Notebook mit zweitem Display statt Touchpad

Asus ScreenPad: Das zweite Display

In einem kurzen Test haben wir das ScreenPad auf dem neuesten Asus ZenBook Pro 15 ausprobiert. Die Helligkeit und Lesbarkeit des Displays hat uns auf den ersten Blick positiv überrascht, das kleine Touchdisplay ist leuchtstark und recht hell. Von der haptischen Bedienung her verhält es sich prinzipiell wie ein gewohntes Touchpad, der Unterschied ist also nicht allzu groß.

Allerdings hat die Software für das ScreenPad nicht immer sofort beim ersten Versuch auf unsere Anforderung reagiert - manchmal waren mehrere Versuche notwendig, um beispielsweise das Menü des ScreenPad aufzurufen.

Die Funktionen sind allerdings durchaus sinnvoll: Auf dem ScreenPad lässt sich schnell ein Taschenrechner einblenden oder auch das Ziffernpad, das insbesondere bei kleineren Notebooks oft dem fehlenden Platz zum Opfer fällt. Von einem Launcher aus kann der Nutzer auch direkt auf den Microsoft Store oder den Edge-Browser zugreifen. Auch eine Spiegelung des Windows-Desktops lässt sich einblenden.

Taschenrechner auf dem Asus ScreenPad
Taschenrechner auf dem Asus ScreenPad
Neu auf dem ScreenPad sind Spotify und die Möglichkeit, mit "Adobe Sign and Handwriting" handschriftliche Notizen zu erstellen. Asus Sync erlaubt die Koppelung eines Laptops mit einem Asus-Smartphone. Verfügt der Laptop über ein ScreenPad, kann der Nutzer den Smartphone-Homescreen wahlweise auf dem großen Bildschirm oder dem ScreenPad anzeigen lassen. Es ist zu erwarten, dass Asus in der kommenden Zeit weitere Anwendungen für das ScreenPad bereitstellt - diese können dann direkt aus dem ScreenPad-Menü heruntergeladen und installiert werden.

Alles in Allem halten wir das ScreenPad in der vorliegenden Form für ein interessantes Feature, wenngleich es auch nicht ganz neu ist. Vor acht Jahren verfügte bereits der Tastatur-Computer Asus Eee Keyboard über ein derartiges Display - diese Gerätegattung hat sich damals allerdings nicht am Markt durchgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob Notebooks mit ScreenPad das gelingt.

Alle Neuigkeiten von der Messe finden Sie auf unserer Übersichtsseite zur IFA. Was Acer auf der IFA vorgestellt hat, erläutern wir in dieser News: Acer - der Computer hört aufs Wort.

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