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Asus: Mindestens zwei Tablets in 2010

Von Steffen Herget
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In drei Tagen startet Apple mit dem iPad-Verkauf in den USA. Viele Hersteller nutzen den Tablet-Hype, gerade jetzt ihre eigenen Geräte zu verkünden. Auch der Netbook-Pioneer Asus hat nun in einem Forbes-Interview die Markteinführung von mindestens zwei eigenen Tablets in den kommenden Monaten angekündigt. Ein guter Zeitpunkt für die offizielle Vorstellung der Geräte könnte die Messe für Computertechnik Computex in Taiwans Hauptstadt Taipeh sein. Asus nutzte die im Juni stattfindende Messe schon mehrmals als Plattform für den Start ihrer neuen Geräte, etwa bei der Vorstellung des erste Eee PC im Jahre 2007. Jonney Shih, Chef von Asus, ist nach eigenen Angaben ein Fan von Netbooks, sieht aber auch in den aktuell so beliebten Tablets großes Potenzial. "Netbooks sind die beste Kombination aus PC und Cloud Computing. Aber wir denken, dass zwischen Netbooks, Smartphones und E-Readern auch Platz für einen Tablet- oder Slate-PC sein wird." Das alles passt zu der Ankündigung eines "Killer-Produkts" für den Juni 2010.

Es soll sowohl ein Google- als auch ein Microsoft-Tablet geben

Asus Das Unternehmen betont immer wieder, dass man keinen iPad-Klon auf den Markt bringen wolle. Auf einem Asus-Tablet soll aller Wahrscheinlichkeit nach ein Google-Betriebssystem laufen. Hierfür kommen das demnächst erscheinende Google Chrome OS sowie Android in Frage. Im Gegensatz dazu soll das zweite Tablet mit Microsofts Windows-Software ausgestattet werden. Asus' neue Geräte sollen sich vor allem durch offene Standards auszeichnen, so Shih. "Es wird auch ein Apple Lager geben, aber Asus versucht immer die offenen Lager von Google und Microsoft zu adressieren." Doch neben den geplanten Tablets hat Asus noch weitere Pfeile im Köcher. So konnten wir bereits im März auf der CeBIT erste Eindrücke des ersten E-Readers von Asus, dem DR900, sammeln. Auch das Vorab-Modell des Eee Keyboards wurde vom Hersteller auf der CeBIT Preview in München zum Hands-On zur Verfügung gestellt. Letzteres soll Anfang April in den Verkauf gehen - solche Ankündigungen gab es aber nun wirklich schon zu Hauf, da ist das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen.

Eee-PCs sollen erwachsen werden

Doch trotz der großen Gerätevielfalt, die Asus mit der Eee-Familie anbietet, bleibt der Fokus des Unternehmens weiterhin auf dem Eee PC. Die Netbooks sollen künftig noch dünner, stabiler und langlebiger werden. Außerdem will man Business-orientierte Software stärker in den Mittelpunkt rücken. "Der Netbook-Markt wird immer erwachsener, Segmentierung ist daher wichtig. Wir versuchen zusehends mehr kommerzielle Nutzer anzusprechen", so Jonney Shih abschließend.

<Forbes via EeePC.net [Link entfernt] >

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