Spiele-Spaß?

Mögen die Spiele beginnen: Asus MeMo Pad FHD 10 im Test

Tablet punktet bei Video-Wiedergabe, ruckelt aber beim Gaming
Von Rita Deutschbein

Das Display des MeMo Pad FHD 10 löst 1 920 mal 1 200 Pixel, also Full-HD auf. Neben der kontrast­reichen Darstellung konnten vor allem aber auch die Schwarz­werte und die Blick­winkel­stabilität überzeugen. Bei direkter Sonnen- oder Licht­ein­strahlung wird die Ables­barkeit des Touchscreen allerdings merklich verschlechtert - dieses Problem haben jedoch eine Vielzahl an Tablets zu bewältigen. Etwas Abhilfe kann bei direktem Licht die regelbare Helligkeit des Tablets schaffen. Maximal eingestellt überdeckt diese immerhin leichte Spiegelungen.

Mögen die Spiele beginnen: Asus MeMo Pad FHD 10 im Test Android-Oberfläche zeigt sich aufgeräumt
Bild: teltarif.de
Neben der guten Darstellung überzeugt der Touchscreen auch durch seine zuverlässige Reaktion auf Eingaben. Dank der Unterstützung von 10-Punkt-Multitouch ist das Tablet auch in der Lage, 10-Finger-Eingaben zu erkennen. Dies ist nicht nur ein Vorteil bei einigen Spielen, auch das Schreiben auf der virtuellen Tastatur mit separatem Zahlenfeld geht somit schneller von der Hand. Auf Funktionen wie Swype muss man bei dieser verzichten. Vielmehr überzeugt die Tastatur durch die Anordnung der Tasten und ihre gute Größe und somit leichte Bedien­barkeit auch im Hochformat.

Beim Surfen im Internet zeigt sich das MeMo Pad als ein zuver­lässiger Begleiter. Vorhandene WLAN-Netze werden schnell erkannt und Verbindungen stabil aufgebaut. Auf UMTS müssen Nutzer jedoch verzichten - Surfen unterwegs ist lediglich über WLAN-Hotspots möglich. Aufgrund der Display-Diagonale von 10,1 Zoll ist für die Darstellung von Webseiten genügend Platz. Zoomen muss der Nutzer kaum. Beim Scrollen kann das Tablet allerdings ins Stocken kommen, wenn gleich­zeitig mehrere Prozesse im Hintergrund laufen. Der Prozessor kommt hier offenbar etwas an seine Grenzen, auch wenn das Phänomen sehr selten im Test auftrat. Positiv ist hervor­zuheben, dass das Tablet sich auch bei maximaler Auslastung kaum erhitzt, was angenehm ist, wenn das Gerät während des Arbeitens auf den Knien abgelegt wird.

Pluspunkt für System und Akkulaufzeit

Mögen die Spiele beginnen: Asus MeMo Pad FHD 10 im Test Surfen mit dem MeMo Pad macht Spaß
Bild: teltarif.de
Beim Betriebs­system setzt Asus auf Android 4.2.2 Jelly Bean. Die Oberfläche wurde dabei sehr nah am Original gelassen. Allerdings gibt es doch eine Reihe an bereits von Asus vor­installierten Apps. Bei den hersteller­eigenen Programmen handelt es sich zumeist um ganz sinnvolle Software wie beispiels­weise ein Zeichen- und Notiz-Programm. Ebenfalls an Bord finden sich eine App zum Einstellen und Anpassen der Display-Farben sowie ein einfacher Equalizer zur optimalen Ton-Anpassung. Auch einen Cloud-Speicher bietet Asus an. Nutzer des MeMo Pad FHD 10 erhalten unbegrenzt einen 5 GB großen Webstorage in der Asus Cloud.

Der Akku des MeMo Pad FHD 10 hat eine Kapazität von 6 760 mAh. Damit bietet die Batterie genügend Leistung, um das hoch­auflösende Display und den Intel-Prozessor zu befeuern. Da Asus mit dem Atom Z2560 zudem ein vergleichs­weise strom­sparendes CPU-Modell gewählt hat, erreicht das MeMo Pad auch unter hoher Belastung Lauf­zeiten von über fünf Stunden. Das Anschauen von zwei jeweils zwei­stündigen Full-HD-Filmen und zusätz­liches kurzes Surfen im Netz, schaffte das Tablet ohne Probleme. Wer lediglich etwas im WLAN unterwegs ist, kommt locker etwa 8 Stunden ohne Steckdose aus.

Fazit: MeMo Pad punktet bei vielen Anwendungen, ist aber kein Gaming-Tablet

Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 1,9
  • Material / Verarbeitung: 2,2
  • Bedienung / Handling: 1,5
  • Betriebssystem / Apps: 1,7
  • Einschätzung des Redakteurs: 2
  • Gesamtnote: 1,9
Für Liebhaber von Filmen, gelegentlichen Spielen und des mobilen Arbeitens bietet sich das Asus MeMo Pad FHD 10 sehr gut an. Vor allem das Display mit seiner sehr guten Darstellung, die Laut­sprecher mit wahr­nehmbaren Stereo-Effekten und das sinnvoll erweiterte, aber doch recht cleane Android machen Freude. Auch die Akku­laufzeit konnte im Test durch ihren langen Atem überzeugen.

Als echtes Gaming-Tablet eignet sich das MeMo Pad dennoch nur bedingt, da die Grafik­einheit nicht die notwendige Power bietet. Je mehr Ansprüche die Spiele an die Grafik stellen, desto ruckeliger wird die Wieder­gabe. Keine Schwierig­keiten hat das System hingegen mit Full-HD-Videos, die sich flüssig darstellen lassen. Betrachtet man den Preis, den Asus für das Tablet ansetzt, erhalten Nutzer trotz der kleinen Kritik-Punkte ein gutes Gesamt­paket.

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