Satelliten-Internet

Astra plant mehr als 13.000 Satelliten für schnelles Internet

Astra hat bei der FCC den Antrag auf Geneh­migung für ein LEO-Satel­liten­netz­werk gestellt, das Breit­band-Inter­net­dienste bereit­stellen könnte.

Nicht überall ist in abseh­barer Zeit mit schnellen Internet-Zugängen zu rechnen, die über Glas­faser oder die Mobil­funk­netze reali­siert werden. Abhilfe ist mit satel­liten­gestützten Diensten möglich. Star­link von Space­X ist bereits gestartet. Ende nächsten Jahres will Amazon sein Kuiper genanntes Projekt für Breit­band-Internet aus luftiger Höhe starten. Nun steht mit dem Satel­liten­betreiber Astra ein weiterer Anbieter in den Start­löchern.

Einem Golem-Bericht zufolge hat Astra Space Plat­form Services bei der ameri­kani­schen Fern­mel­debe­hörde FCC bereits die Geneh­migung für den Start eines LEO-Satel­liten­netz­werks bean­tragt. Gleich 13.620 Satel­liten sollen gestartet werden, die in Höhen zwischen 380 und 700 Kilo­metern über der Erdober­fläche statio­niert werden. Die Antriebs­sys­teme dieser LEO-Satel­liten (Low Earth Orbit) sollen dafür ausge­legt werden, Kolli­sionen zu vermeiden. Zudem sollen sich die Satel­liten bei Bedarf auf eine andere Umlauf­bahn verschieben lassen.

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Große Sat-Internet-Pläne von Astra Große Sat-Internet-Pläne von Astra
Grafik: Image licensed by Ingram Image/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Endver­brau­cher will Astra mit dem Breit­band-Internet über das LEO-Netz­werk zumin­dest vorerst nicht bedienen. Statt­dessen sollen sich die Ange­bote vor allem an größere Unter­nehmen, Behörden, insti­tutio­nelle Nutzer und nicht näher genannte Partner richten. Hinter­grund könnte der hohe Aufwand für den Betrieb der vergleichs­weise großen Satel­liten­flotte sein, der vermut­lich entspre­chend hohe Preise für die Online-Dienste nach sich zieht.

Star­link hat derzeit knapp 1700 Satel­liten im Orbit und berechnet für den Internet-Zugang in Deutsch­land derzeit 99 Euro pro Monat. Dazu kommen einma­lige Kosten in Höhe von 499 Euro für die benö­tigte Hard­ware und weitere 59 Euro, die das in Frank­furt ansäs­sige Toch­ter­unter­nehmen für Versand und Abwick­lung berechnet. Für die meisten privaten Anwender dürften diese Kosten zu hoch sein, um Star­link als Alter­native für einen schnellen Internet-Zugang zu nutzen.

Start­termin des Astra-Dienstes noch unklar

Wann der Satel­liten-Inter­net­dienst von Astra starten könnte, ist derzeit noch unklar. Vorteil der Reali­sie­rung über LEOs sind - wie auch bei Star­link und dem geplanten Amazon-Angebot - deut­lich nied­rigere Reak­tions­zeiten als bei geosta­tio­nären Satel­liten.

Wie berichtet will Star­link künftig auch Internet im Flug­zeug anbieten.

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