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AsRock @ CeBIT: Nettop mit Quick-Boot

Die CeBIT ist vorbei, nun ist Zeit auf Neuvorstellungen kleinerer Hersteller einzugehen: Bei AsRock wurde der Nettop S330 gezeigt. Der Hersteller ist bisher eher als Motherboard-Hersteller bekannt, will jetzt aber offensichtlich an den Erfolg anknüpfen, den Asus mit den Netbooks hatte.

Herausragendes Feature des S330 ist ein Quick-Boot-Modus, der so funktioniert, dass nach dem Abschalten des Rechners dieser einmal erneut gestartet wird. Sobald das Betriebssystem die Boot-Sequenz beendet hat, legt sich das S330 schlafen. Der User kann hierfür zwischen Suspend-to-RAM und Suspend-to-Disk wählen. Drückt man später erneut den Einschaltknopf, ist in wenigen Sekunden das frisch gebootete System verfügbar. Natürlich ist auch herkömmliches Suspend möglich, was je nach Geschmack des Anwenders den Vorteil bzw. den Nachteil hat, dass die zuletzt gestarteten Applikationen noch aktiv sind.

Weiterhin weißt AsRock darauf hin, in dem Gerät keine Elektrolyt-Kondensatoren zu verwenden. Diese sind oft der Grund für vorzeitiges Ableben von Boards und Netzteilen. Insbesondere bei höheren Betriebstemperaturen neigt der Elektrolyt zum Verdampfen. Der Elektrolyt-Kondensator verliert dann an Kapazität und kann seiner Aufgabe, der Glättung der Versorungsspannung, immer schlechter nachkommen, was schließlich zu Systeminstabilität und anderen Folgeschäden führt. Keramische Kondensatoren haben diese Probleme nicht, sind aber teurer.

Ansonsten bringt das Asrock NetTop S330 mit, was man von einem NetTop erwartet: Einen Intel Atom 330, Chipsatz-Grafik mit VGA-Anschluss (Intel GMA950), 1 GB Speicher (bis zu 4 GB möglich), DVD-Brenner, 160 GB Festplatte (Notebook-Format) und GBit-Ethernet-Anschluss. USB-Anschlüsse befinden sich leider nur auf der Gehäuserückseite.

Als Gehäusefarben lassen sich schlichtes weiß oder schwarz mit goldenen Fronten wählen. Diese etwas edler wirkende Variante dürfte auch etwas mehr kosten.
engadget.com nennt einen voraussichtlichen Verkaufspreis von unter 400 US-$, was auf einen Preis von 350 bis 400 Euro hierzulande hinauslaufen könnte. Das Gerät soll ab April in den USA und ab Mai in Europa verfügbar sein.