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Aufholjagd: ARM schließt Performance-Lücke zu Intel

Nach Fokus auf sparsamen Verbrauch jetzt Angriff bei CPU-Performance
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Sie gehört zu den stillen Helden des Smartphone-Booms: Die Technologie-Schmiede ARM. Während die bekannten Rivalen Apple, Samsung & Co. jeweils über 100 Milliarden US-Dollar jährlich umsetzen, davon einen großen Teil mit Tablets und Smartphones, und voneinander viele Milliarden für die jeweiligen Patente fordern, begnügt sich ARM mit einer knappen Milliarde. Dabei stellt ARM das Design für das Herz so gut wie aller Smartphones und Tablets bereit: Den Prozessor.

Obwohl sich die Zahl der Chips mit ARM-Prozessor von 2001 bis 2012 mehr als verzwanzigfacht hat, haben sich die Einnahmen von ARM gerade mal etwas mehr als vervierfacht. Die durchschnittlichen Lizenzerlöse pro Chip mit ARM-Prozessor betragen 10,5 US-Cent. Dennoch verdient ARM mit einer Umsatzrendite von 46 Prozent alles andere als schlecht. Das erlaubt es, Rücklagen für schwierigere Zeiten zu bilden, sollte ARM künftig mal technologisch zurückfallen. Trotz ihres gewaltigen Erfolgs und ihrer überragenden Bedeutung hat es ARM aber bisher geschafft, die eigenen Kosten im Zaum zu halten und insbesondere auf exzessive Gehälter zu verzichten.

Vorteil: ARM-Lizenznehmer können CPU-Design ändern

Aufholjagd: ARM sucht Augenhöhe mit IntelAufholjagd: ARM sucht Augenhöhe mit Intel ARM-Kerne gibt es in einem weiten Spektrum von klein und effizient bis groß und leistungsstark. Lizenznehmer können die ARM-Kerne unverändert übernehmen, oder nach Absprache auch von eigenen Design-Teams weiter optimieren lassen. Zudem können sie neben den ARM-Kernen weitere Funktionseinheiten (z.B. Mobilfunk-Modems, 2D/3D-Grafik, Sprach- und Videocodierung etc. pp.) in ihre Chips integrieren.

Die geringen Kosten und die hohe Flexibilität haben dazu beigetragen, dass ARM-Kerne nicht nur in so gut wie allen Smartphones und Tablets, sondern auch in unzähligen weiteren Produkten stecken, oft sogar da, wo man nicht einmal vermuten würde, dass ein vollwertiger 32-Bit-Prozessor eingebaut ist. Selbst in klassischen PCs und Laptops stecken oft mehr ARM- als Intel-Kerne, beispielsweise im Festplatten- und DVD-Controller, im Power-Management oder im Funkmodem.

Künftig wird ARM jedoch eine immer wichtigere Rolle auch beim Hauptprozessor spielen, siehe die nächste Seite.

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