Prozessor

ARM: Chips für künstliche Intelligenz

Smartphones und andere mobile Geräte werden bald viel besser Aufgaben künstlicher Intelligenz bewältigen können. Dafür sollen neue Chipdesigns von ARM sorgen.
Von dpa / David Rist
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Der Chip­entwickler ARM, dessen Technologie in den weitaus meisten Smartphones und Tablets steckt, richtet sein nächstes Prozessor-Design auf die Bedürfnisse künstlicher Intelligenz aus. Dafür wurden in den Modellen Cortex-A55 und -A75 die Energie­effizienz verbessert und in den Steuer-Algorithmus Elemente neuronaler Netze eingefügt, die in selbst­lernenden Maschinen zum Einsatz kommen. Erste Geräte mit den Chips dürften 2018 auf den Markt kommen, erklärt ARM in einem Blogeintrag.

Besseren Leistung bei KI-Anwendungen

Das Firmen-Logo der ARM Ltd.Die ARM-Architektur ist Grundlage für die meisten Smartphone- und Tablet-Prozessoren ARM rechnet mit einer 50 Mal besseren Leistung bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz in den kommenden drei bis fünf Jahren dank besserer Architektur und Fortschritten bei der Software. Die britische Firma, die dem japanischen Technologie­konzern Softbank gehört, entwickelt die Chip-Architekturen, auf denen Qualcomm, Samsung oder Apple ihre Prozessoren aufbauen.

Unter­dessen arbeitet der iPhone-Konzern nach Informationen des Finanz­dienstes Bloomberg bereits an einem eigenen Zusatz-Prozessor für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz. Dabei gehe es zum Beispiel um Sprach- oder Gesichts­erkennung, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das würde es erlauben, komplexe Aufgaben effizienter auf den Geräten selbst zu erledigen, statt sie an die Server in der Cloud auslagern zu müssen. Apple habe bereits Prototypen von iPhones mit dem Chip getestet, hieß es. Im iPhone 8 werden die Kalifornier aber aller Voraus­sicht nach auf den hauseigenen A11-Chip setzen. Ob dieser auf der neuen ARM-Architektur basieren wird, ist fraglich.

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