Satellit

ARD: Diese Programme senden weiter in SD auf Astra

Die ARD hat offi­ziell bestä­tigt, weiter in SD über Satellit zu senden. Zudem hat der Sender­ver­bund weitere Details genannt. Wir fassen die Infor­ma­tionen zum öffent­lich-recht­li­chen Fern­sehen auf Astra zusammen.

Die ARD bleibt in SD auf Astra Die ARD bleibt in SD auf Astra
Fotos: ARD - Herby Sachs/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Wie berichtet hat nach privaten Fern­seh­an­bie­tern und dem ZDF und auch die ARD beschlossen, weiter in Stan­dard-Qualität über Satellit zu senden. Einen entspre­chenden Beschluss, den die Inten­danten der öffent­lich-recht­li­chen Landes­rund­funk­an­stalten getroffen haben, hat der Sender­ver­bund jetzt offi­ziell bestä­tigt.

Der geplante Termin 12. Januar 2021 für die Abschal­tung der Satel­li­ten­si­gnale in SD-Qualität ist damit wie erwartet vom Tisch. Die ARD machte aller­dings keine Angaben dazu, für welchen Zeit­raum die neue Verein­ba­rung mit dem Satel­li­ten­be­treiber SES Astra gilt, über dessen Satel­li­ten­system auf der Orbit­po­si­tion 19,2° Ost die Programme verbreitet werden.

Diese Programme bleiben in SD auf Astra

Die ARD bleibt in SD auf Astra Die ARD bleibt in SD auf Astra
Fotos: ARD - Herby Sachs/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Die ARD infor­mierte ferner darüber, für welche Programme die Verein­ba­rung über die weitere Satel­li­ten­ab­strah­lung in SD-Qualität gilt. Demnach werden sowohl die gemein­schaft­lich gestal­teten Programme Das Erste, tages­schau24, ONE und ARD-alpha als auch die Dritten-Programme der Landes­rund­funk­an­stalten weiterhin in Stan­dardauf­lö­sung auf Astra verbreitet.

Der Sender­ver­bund nahm auch zu den Gründen Stel­lung, die zu der Entschei­dung geführt haben sollen, das SD-Signal nicht abzu­schalten. Die ARD reagiere "auf die verän­derten Rahmen­be­din­gungen während der Corona-Pandemie". Man nehme Rück­sicht auf Leute, die noch keinen HD-fähigen Fern­seher oder Satel­liten-Receiver besitzen und die sich gege­be­nen­falls entspre­chende Geräte anschaffen müssten, um die Signale in hoch­auf­lö­sender Qualität empfangen und wieder­geben zu können.

Sonder­kon­di­tionen vom Satel­li­ten­be­treiber?

HD-Receiver sind zum Teil schon für deut­lich unter 50 Euro erhält­lich. So gesehen ist es frag­lich, ob diese Kosten, die auf Kunden­seite unter Umständen anfallen können, der wahre Grund für den Fort­be­stand der SD-Sendungen ist. Weitere Ände­rungen an der Empfangs­an­lage sind nicht erfor­der­lich, um von SD- auf HD-Empfang umzu­steigen. Wer auf die hoch­auf­lö­senden Über­tra­gungen umsteigt, profi­tiert außerdem von einer besseren Bild­qua­lität.

Tatsäch­li­cher Hinter­grund der Vertrags­ver­län­ge­rung mit SES Astra könnten vergleichs­weise güns­tige Kondi­tionen sein, die der Satel­li­ten­be­treiber der ARD einge­räumt haben soll. Neben ARD und ZDF bleiben unter anderem auch die Programme der Medi­en­gruppe RTL sowie von ProSiebenSat.1 in SD erhalten. Hinter­grund bei den privaten Programm­ver­an­stal­tern: Nur in SD erfolgt die Abstrah­lung unver­schlüs­selt und viele Zuschauer sind nicht bereit, Kosten für ein Abon­ne­ment wie zum Beispiel bei HD Plus zu tragen.

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