Digitalradio

ARD baut DAB+-Netze mit rund 80 neuen Sendeanlagen aus

Sieben ARD-Anstalten planen rund 80 neue Sendeanlagen für DAB+. Der WDR hat für sie stellvertretend die Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung zur Lieferung der nötigen technischen Komponenten veröffentlicht.
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Die ARD baut ihre DAB+-Netze ausDie ARD baut ihre DAB+-Netze aus Ungeachtet aktueller Streitigkeiten im UKW-Markt und einem temporären Ausbaustopp beim MDR wollen die ARD-Anstalten den Ausbau des digital-terrestrischen Radios DAB+ stark vorantreiben. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat im Mai im Auftrag mehrerer ARD-Anstalten eine Ausschreibung herausgegeben, die eine Rahmenvereinbarung zur Lieferung von zahlreichen DAB+-Sendeanlagen beinhaltet. Der WDR, der Hessische Rundfunk (hr), der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der Südwestrundfunk (SWR), der Saarländische Rundfunk (SR) und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) planen, für den weiteren Ausbau von DAB+ ihren Bedarf an DAB+-Sendern über diese Rahmenvereinbarung zu beschaffen.

WDR, SWR und NDR wollen DAB+-Netz erheblich ausbauen

Gegenstand der Rahmenvereinbarung ist die Lieferung und Installation von DAB+-Sendern mit einer Grundlaufzeit von zwei Jahren und einer zweimaligen Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr. Die Inbetriebnahme der Sender ist ab Mitte 2019 geplant. Die Laufzeit der Rahmenvereinbarung soll frühestens am 1. Januar, spätestens zum 1. Februar 2019 beginnen. Der Südwestrundfunk will abweichend seinen Bedarf erst ab 1. Januar 2020 über diese Rahmenvereinbarung beschaffen, da er bis dahin noch an eine vorherige gebunden ist.

Das Volumen beinhaltet 31 Sender für den WDR an 31 Standorten (davon zwei in Niedersachsen), fünf Sender für den hr und MDR an fünf Standorten in Hessen (der MDR will den hr-Standort Hoher Meißner mitnutzen), 13 Sender an 13 Standorten für den rbb, 25 Sender an 25 Standorten für den NDR, 21 Sender an 21 Standorten für den SWR (davon einer in Hessen und einer in Bayern) sowie drei Sender an drei Standorten für den SR.

Aus der Ausschreibung geht allerdings nicht hervor, ob es sich ausschließlich um neue Standorte im Rahmen einer Sendernetzverdichtung handelt oder auch um den Austausch bestehender Infrastruktur. So ist bekannt, dass der WDR an mehreren seiner bereits aktiven DAB+-Standorte Leistungserhöhungen plant. Das lässt sich nur durch neue, leistungsstärkere Sender realisieren.

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