Hybrid-TV

ARD verbessert Mediathek für Smart-TV, Smartphones und Tablets

Bessere Navigation und Second-Screen-Anwendung
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ARD verbessert Mediathek für Smart-TV, Smartphones und TabletsARD-Mediathek in neuem Look Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass die ARD ihre Mediathek verbessern will. Jetzt hat der Sender­verbund erste Änderungen präsentiert. Demnach soll eine neue Struktur und ein klareres Design es für die Zuschauer jetzt noch einfacher machen, Sendungen aus den Fernseh­programmen der ARD auf Abruf auf ihrem Fernseher zu sehen. Mit der Anpassung für hybride TV-Geräte reagiert die ARD darauf, dass immer mehr Menschen die Mediatheken der ARD auch am TV-Gerät nutzen.

Voraus­setzung sei ein Fernseh­gerät oder eine Set-Top-Box, die über den HbbTV-Standard (Hybrid Broadcast Broadband TV) verfügt sowie eine Internet-Anbindung. Ein Großteil der aktuell verkauften LCD-TVs hat dieses auch Smart-TV genannte Verfahren bereits an Bord. Außerdem fällt der Start­schuss für ein "Second Screen"-Projekt, das es ermöglicht, Videos aus der Mediathek auch von Smartphones und Tablets zu steuern.

Die Navigation der Mediathek per HbbTV sei laut ARD nun komfortabler. So könnten die Zuschauer aktuelle Sendungen direkt mit der Fern­bedienung des Fernseh­gerätes anwählen. Über "Sendung verpasst?", "Sendungen von A-Z" oder mit Hilfe der Suchfunktion sei es zudem möglich, alle zum Abruf bereit stehenden Videos schnell und einfach zu finden. Ebenfalls eine Neuerung sei, dass Menschen mit Seh­behin­derungen die Schrift auf dem TV-Bildschirm vergrößern könnten.

Neuerungen auch beim WDR

Ebenso wie in der Online-Ausgabe befinden sich auch in der TV-Ausgabe der ARD-Mediathek Sendungen des "Ersten" sowie komplette Sende­reihen und Fernseh­bei­träge der Landes­rund­funk­anstalten zum Abruf. Das breite Angebot der ARD-Mediathek reiche laut ARD vom Tatort über die Tagesschau-Ausgaben bis zu Doku­menta­tionen und Sendungen aus den dritten Fernseh­pro­grammen. Auch die Mediatheken von MDR, Radio Bremen, RBB, SWR und Eins­festival wurden im Zuge des Relaunches weiter entwickelt und verbessert. Ganz neu mit dabei sei die WDR-Mediathek, die den Zuschauern eine Auswahl von Sendungen aus dem WDR-Fern­sehen anböte, etwa die Wissen­schafts­sendung "Quarks & Co" oder die Talkreihe "Zimmer frei!".

Navigation von Smartphone und Tablet

Doch auch für die Nutzer von Smartphones und Tablets wird die ARD-Mediathek künftig komfortabler. Auf den Medientagen München, die noch bis 26. Oktober laufen, stellt die ARD das Projekt "ARD.connect" vor. Das neue Feature verbindet die TV-Ausgabe der ARD-Mediathek im HbbTV-Standard mit einem Smartphone oder einem Tablet, dem so genannten "Second Screen". Die Anwendung ermögliche es, Videos per Second-Screen am mobilen Gerät auszuwählen, um sie dann direkt auf einem großen TV-Bildschirm anzuschauen. Die Second-Screen-Anwendung, die in Zusammen­arbeit mit dem Münchner Institut für Rund­funk­technik (IRT) entwickelt wurde, werden auf den Medientagen im ICM auf Stand I1 (IRT) präsentiert.

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