Fußball

Fußball im Radio: ARD baut Berichterstattung erheblich aus

Lecker­bissen für Fußball­fans: Die ARD-Anstalten wollen ab der kommenden Saison so viel über die Fußball-Bundes­liga berichten wie noch nie. Die zusätz­lichen Über­tra­gungen finden aber nicht im klas­sischen UKW-Radio statt.
Von / dpa

Die ARD baut die Bundesliga-Übertragungen im Audiobereich aus Die ARD baut die Bundesliga-Übertragungen im Audiobereich aus
Foto: WDR
Die Radio-Sender der ARD werden ab der kommenden Saison so viel über die Fußball-Bundes­liga berichten wie noch nie. "Wir stocken das Angebot auf und bieten Voll-Repor­tagen von allen Spielen der 1. und 2. Bundes­liga an", sagte Marcus Tepper der Deut­schen Presse-Agentur (dpa). Der ARD-Sport­koor­dinator für den Hörfunk kündigte zudem eine 90-minü­tige Konfe­renz am Sams­tag­nach­mittag an. Bislang gibt es im klas­sischen Radio die Konfe­renz nur zum Ende der ersten und zweiten Halb­zeit. Künftig sollen alle Spiele einzeln oder in der Konfe­renz vom An- bis zum Schluss­pfiff über­tragen werden.

Online und optional auch auf DAB+

Die ARD baut die Bundesliga-Übertragungen im Audiobereich aus Die ARD baut die Bundesliga-Übertragungen im Audiobereich aus
Foto: WDR
Gesendet werden die neuen Ange­bote nicht im klas­sischen UKW-Radio, sondern auf verschie­denen Online-Ange­boten wie den Apps und Inter­net­seiten der Sender sowie über neuar­tige Geräte wie Smart Speaker, Weara­bles oder Smart-TVs. Theo­retisch könnte auch das terres­tri­sche Digi­tal­radio DAB+ für die erwei­terte Fußball-Bericht­erstat­tung genutzt werden. "Die ARD ist bemüht, ihr digi­tales Port­folio zu erwei­tern", erklärte Tepper. "Das ist eine Inves­tition in die Zukunft."

Bis zum Ende der laufenden Saison besitzt die ARD für ihre Radio­sender ledig­lich die Audio-Broad­cast-Rechte der Bundes­liga für den klas­sischen Empfang über UKW, wobei die Bericht­erstat­tung bereits simul­cast online und über DAB+ erfolgte. Zuletzt erstei­gerte der Sender­ver­bund auch die Audio-Netcast-Verwer­tungs­rechte für das Internet. Bis zum Ende der Spiel­zeit liegen diese Rechte noch bei Amazon, das wiederum Nach­folger vom Fußball­radio 90elf und dem Sender Sport1.fm war.

MDR prescht mit Fußball­stream vor

Der Mittel­deut­sche Rund­funk (MDR) ist schon vorge­prescht und hat bereits jetzt einen solchen Webchannel einge­richtet, für die 3. Liga und den DFB-Pokal. Die 1. und 2. Fußball-Bundes­liga gibt es bei diesem Sonder­pro­gramm von MDR Sachsen frei­lich derzeit noch nicht. Es ist aber für alle schon ein erster Eindruck, wie die Über­tra­gungen ab der kommenden Saison ermög­licht werden könnten.

Mit Sport­radio Deutsch­land gibt es in Kürze auch wieder ein privates Sport­radio.

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