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ARD will Bundesliga-Gratis-Live­streams verbessern

Bei Sport­schau Live gab es zum Start noch einige Probleme. Die ARD arbeitet bereits an Verbes­serungen für die kosten­losen Fußball­bun­des­liga-Live­streams.

ARD bessert bei Sportschau Live nach ARD bessert bei Sportschau Live nach
Screenshot: teltarif.de, Quelle: sportschau.de
Seit Beginn dieser Saison verfügt die ARD über die digi­talen Audio-Über­tra­gungs­rechte für die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundes­liga. Der öffent­lich-recht­liche Sender­ver­bund hat diese Sende­rechte von Amazon über­nommen und über­trägt alle Spiele live - sowohl in Form von Einzel­repor­tagen aller Begeg­nungen als auch in einer Konfe­renz, wenn mehrere Partien parallel laufen.

Zu hören sind die Ange­bote unter anderem in der ARD-Audio­thek, auf Sportschau.de und in der Sport­schau-App. Auch mit WLAN-Radios können die Live-Streams gehört werden, nicht jedoch im klas­sischen Rund­funk auf DAB+ und UKW. Dort bieten die Landes­rund­funk­anstalten die Bundes­liga-Bericht­erstat­tung in der bisher übli­chen Form aber weiterhin an.

Der Start­schuss für das Sport­schau Live genannte Angebot ist bereits Ende Juli - zum ersten Spieltag der 2. Bundes­liga in der Saison 2021/22 - gefallen. Dabei gab es tech­nisch und inhalt­lich noch einige Defi­zite, auf die wir die Kollegen von der ARD aufmerksam gemacht haben. Recht­zeitig vor dem ersten Spiel der 1. Bundes­liga liegt jetzt das Feed­back vor.

Darum fehlt die Mode­ration in der Konfe­renz

ARD bessert bei Sportschau Live nach ARD bessert bei Sportschau Live nach
Screenshot: teltarif.de, Quelle: sportschau.de
Unter anderem verzichtet die ARD auf eine verbin­dende Mode­ration während der Konfe­renzen. Diese kannten die Hörer von den bishe­rigen Ange­boten von Amazon oder - noch früher - von 90elf und Sport1.fm. Nach­teil: Nach einem Stadien- bzw. Repor­ter­wechsel weiß der Hörer im ersten Moment gar nicht, bei welchem Spiel er gelandet ist.

Die ARD hat sich nach eigenen Angaben ganz bewusst gegen die Mode­ration entschieden: "Um das Tempo der Bericht­erstat­tung nicht abzu­bremsen, wird bei Audio-Voll­repor­tage­kon­ferenzen der ARD grund­sätz­lich auf eine Zwischen­mode­ration verzichtet. Statt­dessen arbeiten wir mit direkten Über­nahmen, die wir aktuell opti­mieren, sodass neben dem Tempo auch die klare Veror­tung von Paarung, Stadion, Spiel­stand noch besser gelingt. Es ist auch für uns ein neues Produkt, das zudem auf einer neuen tech­nischen Platt­form produ­ziert wird."

Für Abhilfe will Sport­schau Live auch bezüg­lich der Laut­stärke-Schwan­kungen bei Konfe­renzen sorgen: "Wir haben das Problem erkannt. Hier ist eine Lösung in Sicht, die derzeit auch getestet wird. Um die Laut­heit aus den einzelnen Stadien anzu­glei­chen, soll ARD-weit ein stan­dar­disiertes Tool, ein so genanntes VST-Plug-In, in die Repor­tage-Soft­ware imple­men­tiert werden. Diese begrenzt und kompri­miert das Sprach­signal, um eine ausge­gli­chene Laut­stärke für alle Streams sicher zu stellen."

CarPlay-Fehler wird behoben

Beheben werden soll auch der Fehler, dass sich die Bundes­liga-Streams in der ARD-Media­thek über Apple CarPlay nicht nutzen lassen. Der Fehler werde vom Entwick­lungs­team des öffent­lich-recht­lichen Sende­ver­bunds analy­siert und schnellst­mög­lich behoben. Das klingt aller­dings nicht nach einer kurz­fris­tigen Lösung, denn die Opti­mie­rung muss zuerst program­miert und anschlie­ßend Apple zur Frei­gabe für den AppStore vorge­legt werden.

Für den DFB-Pokal hat sich - wie berichtet - auch Sport­radio Deutsch­land Audio-Über­tra­gungs­rechte gesi­chert.

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