Leistungsstark und preiswert

Archos Diamond Omega: Highend aus Frankreich

Archos ist für preiswerte Geräte bekannt, nun will man das Konzept mit dem Archos Diamond Omega in die Oberklasse übertragen. Ein 500-Euro-Smartphone, das technisch fast keine Wünsche mehr offen lässt. Dabei ist es gar nicht mal so neu.
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Archos Diamond OmegaStylisch und kompakt ist das Archos Diamond Omega Der französische Elektronik­hersteller Archos ist im Smartphone-Bereich überwiegend für seine Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle bekannt. Nun will sich das Unternehmen jedoch auch im Markt für Oberklasse-Smartphones einen Namen machen und schickt dafür demnächst das Archos Diamond Omega ins Rennen.

Archos Diamond Omega

Neben einem ansprechenden Design und vor allem einer sehr starken Ausstattung, will Archos über den Preis punkten. Mit 500 Euro wird unverkennbar das OnePlus 5 ins Visier genommen, welches für dieselbe technische Ausstattung sogar ein bisschen teurer ausfällt.

Das Smartphone ist quasi die Europa-Version des in China erhältlichen ZTE Nubia Z17S. Dadurch erklärt sich auch, dass das vorinstallierte Android 7.1 Nougat mit der Nubia UI in Version 5 erweitert ist. Diese bietet unter anderem taktile Gesten­steuerung für den Display­rand, Kontext­menüs für Apps auf dem Homescreen, sowie eine lernfähige Vorhersage für das Nutzer­verhalten.

Starke Leistung im kompakten Gehäuse

Denn auch wenn das 5,7 Zoll große IPS-Display mit 1080 mal 2040 Pixel auflöst und der Snapdragon 835 selbst keine Besonderheit mehr darstellt, sind es die 8 GB RAM und 128 GB interner UFS-2.1-Speicher sehr wohl. Außerdem geht auch Archos den Trend der sehr kompakten Geräte und spendiert dem Archos Diamond Omega sehr schmale Ränder. Der Hersteller spricht von einem Display-Gehäuse-Verhältnis von 85 Prozent, was sich aus einem 147,46 mal 72,68 Millimeter großen und 8,5 Millimeter dicken Gehäuse ergibt. Zum Vergleich: Das iPhone 8 Plus kommt gerade mal auf ein Verhältnis von etwa 67 Prozent und ist minimal größer.

WLAN-ac einschließlich Dualband-Unterstützung, Bluetooth 4.1, GPS mit GLONASS-Unterstützung, NFC und Dual-SIM gehören ebenso zur Ausstattung, wie ein Akku mit 3100 mAh Kapazität. Mittels Quick Charge 3.0 von Qualcomm lässt sich der Akku mit entsprechendem Netzteil besonders schnell wieder aufladen. Der Anschluss erfolgt per USB Typ-C nach dem USB-Standard 2.0, worüber auch für die Audio­ausgabe realisiert wird. Einen passenden Adapter von USB Typ-C auf 3,5-Millimeter-Klinke legt Archos zum Lieferumfang des Archod Diamond Omega bei.

Auf der Rückseite ist zudem ein Fingerabdruck­sensor verbaut, welcher das Gerät sehr schnell entsperren soll. Ob auch Gesten zur Bedienung unterstützt werden, ist unbekannt.

Vier Kameras für das perfekte Foto

Aber auch in Sachen Fotografie will sich Archos nicht lumpen lassen und verbaut insgesamt vier Kameras jeweils in Form einer Dual-Kamera hinten und vorne. Die rück­seitige Haupt­kamera besteht hierbei aus zwei verschiedenen Sensoren. Ein 23 Megapixel auflösender Sony IMX318 mit einer Blende von f/2.0 sorgt für eine Zoom-Funktion, während der zweite mit 12 Megapixel auflösende Sony IMX362 und einer f/1.8 Blende bei schlechten Licht­verhältnissen für gute Aufnahmen sorgen soll. Fotos können bei Bedarf im RAW-Format gespeichert werden. Die Video­aufnahme ermöglicht das Archos Diamond Omega mit 4K-Qualität bei 30 Frames pro Sekunde.

Für Selfies stehen ebenfalls gleich zwei Sensoren mit jeweils 5 Megapixel Auflösung zur Verfügung, bei denen es sich um PureCell-Sensoren von OmniVision handelt. Der Haupt­sensor besitzt eine Blende von f/1.8, während der zweite Sensor nur eine f/2.2 Blende besitzt.

Archos stattet die Kamera-Software mit verschiedenen Modi aus, darunter der für Dual-Kameras übliche Bokeh-Effekt, bei welchem das zu fotografierende Objekt scharf bleibt, während der Hintergrund unscharf aufgenommen wird. Das Ergebnis des Bokeh-Effekts lässt sich höchst­wahrscheinlich per Foto-Editor im Nachhinein ändern.

Preis und Verfügbarkeit

Der Knackpunkt, wodurch das Archos Diamond Omega überhaupt so interessant wird, ist der Preis. Günstige 499,99 Euro will das Unternehmen haben, wenn das Android-Smartphone ab Mitte November in Deutschland verkauft wird. Farblich ist das Gerät in einem Tiefblau gehalten, was zudem die einzige Farbe darstellt. Ob weitere Farben später hinzu kommen, lässt Archos offen.

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