Ausland

FAZ: Mit Fonic für 9 Cent pro Minute ins Ausland telefonieren

Gesprächspreis soll künftig für Anrufe in rund 50 Länder gelten

Kunden des o2-Discounters Fonic können künftig für 9 Cent pro Minute nicht nur ins Festnetz und in die Mobilfunknetze Deutschlands, sondern auch ins Ausland telefonieren. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Der Preis soll für Gespräche ins Festnetz von rund 50 Ländern gelten. Dazu gehören neben zahlreichen europäischen Staaten auch die USA und Kanada.

Auch Handy-Gespräche in ausländische Mobilfunknetze mit Fonic werden günstiger. Die Handynetze im Ausland sollen künftig zu einem Minutenpreis von 29 Cent zu erreichen sein, heißt es in dem Bericht weiter. Eine SMS kann ins Ausland für 19 Cent verschickt werden, während eine innerdeutsche Kurzmitteilung mit 9 Cent zu Buche schlägt.

Fonic will Kunden vom Festnetz wegholen

Fonic verspricht sich von der Preissenkung die Möglichkeit, Kunden davon zu überzeugen, mit dem Handy anstelle des Festnetzes ins Ausland zu telefonieren. So würden 97 Prozent aller Auslandsgespräche derzeit noch vom Festnetz aus geführt.

Konkurrenz macht der Prepaid-Discounter mit seinem neuen Tarif Anbietern wie Ay Yildiz oder solomo, mit denen schon jetzt günstige Auslandstelefonate vom Handy aus möglich sind. Dabei bietet solomo den Vorteil, auch günstigere Konditionen für Handy-Gespräche vom Ausland nach Deutschland anzubieten, während bei Fonic und den meisten Mitbewerbern die EU-Standardpreise gelten.

Expansion ins Ausland denkbar

Wie der E-Plus-Discounter simyo denkt dem FAZ-Bericht zufolge auch der Mitbewerber Fonic über eine Expansion ins Ausland nach. Während es simyo unter anderem in Spanien und Frankreich gibt, ist Fonic bislang nur auf dem deutschen Markt aktiv. In welche Länder das Unternehmen expandieren könnte, ist jedoch bislang ebenso wenig bekannt wie der Termin für die Einführung des neuen Auslandstarifs.

Für Anrufe innerhalb Deutschlands soll es dagegen vorerst keine weiteren Preissenkungen geben. Dafür gebe es erst nach einer Senkung der Terminierungsentgelte wieder einen Spielraum, so die FAZ unter Berufung auf Fonic-Geschäftsführer Holger Feistel.