Roaming

United Mobile: Datendienste künftig für alle Kunden

Offenbar Verkauf der liechtensteinischen Plattform geplant

Wie berichtet plant United Mobile [Link entfernt] , Datendienste künftig auch seinen Kunden mit englischen bzw. künftig auch amerikanischen Rufnummern anzubieten. Die Konditionen und der genaue Starttermin stehen allerdings derzeit noch nicht fest. Ursprünglich war United Mobile ausschließlich mit liechtensteinischen Handynummern angetreten. Dabei konzentrierte sich der Anbieter zunächst auf günstige Roaming-Sprachtarife und die Möglichkeit, SMS-Mitteilungen auszutauschen.

Vor knapp zwei Jahren ging die britische Plattform parallel an den Start und den Kunden wurde ein Umstiegsangebot unterbreitet. Dabei wollte der Roamingkarten-Anbieter den Kunden einen Wechsel, der naturgemäß auch mit einem Rufnummerntausch verbunden wäre, vor allem damit schmackhaft machen, dass es mit den neuen Karten künftig möglich sein sollte, per GPRS und UMTS ins Internet zu gehen.

Konzentration auf britische Plattform?

Überraschenderweise führte United Mobile im vergangenen Jahr tatsächlich mobile Datendienste ein - allerdings auf der liechtensteinischen Plattform. Diese steht nun möglicherweise zum Verkauf, wie auch in Online-Foren spekuliert wird. Das spricht dafür, dass sich das Unternehmen künftig - wie schon 2007 geplant - auf die neue Plattform mit britischen und amerikanischen Rufnummern konzentrieren will.

Für die Nutzung in Deutschland haben die Rufnummern aus dem Vorwahlbereich +44 den Vorteil der günstigeren Erreichbarkeit gegenüber den liechtensteinischen Nummern mit der Landesvorwahl +423. Ferner können die britischen SIM-Karten in allen vier deutschen Mobilfunknetzen eingesetzt werden, während es mit den liechtensteinischen Karten in den letzten Monaten verstärkt zu Roaming-Problemen in Deutschland kam.

Roaming-Probleme mit liechtensteinischen SIM-Karten

Tests der teltarif.de-Redaktion zeigten, dass sich die für Datendienste freigeschalteten SIM-Karten von United Mobile in Deutschland derzeit nur ins E-Plus-Netz einbuchen. Die frühere Möglichkeit des Daten-Roamings bei Vodafone besteht nicht mehr.

Das dürfte für die Kunden wenig zufriedenstellend sein, wenn man bedenkt, dass E-Plus bundesweit gesehen die schlechtere Netzabdeckung im Vergleich zu Vodafone hat. Es kommt dazu, dass es im E-Plus-Netz immer häufiger zu Problemen bei der mobilen Internet-Nutzung kommt. EDGE im GSM-Netz wird erst in diesem Jahr aufgebaut und HSDPA über UMTS steht derzeit - abgesehen von Friendly User Tests - noch nicht zur Verfügung.