neue Preise

T-Mobile: Handy-Gespräche ins Ausland ab April teilweise teurer

Betroffen sind Kunden in den neu eingeführten Tarifen

T-Mobile führt für die Kunden in den neuen Tarifen zum 1. April neue Gesprächspreise für Handy-Telefonate ins Ausland ein. Das geht aus der aktuellen Gesamt-Preisliste der Telekom-Mobilfunktochter hervor, die das Unternehmen auf seiner Homepage zum Download bereithält. Während Anrufe aus dem deutschen T-Mobile-Netz ins europäische Ausland teilweise günstiger werden, steigen die Preise für Telefonate in andere Staaten zum Teil deutlich.

So kosten Anrufe ins Festnetz eines EU-Landes sowie in einige EU-Anrainer-Staaten wie die Schweiz und Norwegen für Kunden in den Max-Flat-, Combi-Flat- und CombiCard-Max-Tarifen ab 1. April zur Hauptzeit 69 statt bisher 99 Cent pro Minute. In der Nebenzeit sinkt der Minutenpreis von 69 auf 49 Cent. Wer einen Mobilfunkanschluss in einem der zu dieser Tarifgruppe zählenden Land anruft, spart in der Hauptzeit minimal: Der Minutenpreis sinkt von 99 auf 98 Cent. Dafür wird es in der Nebenzeit sogar teurer: Anstelle der bisherigen 69 Cent werden ab April 78 Cent pro Minute berechnet.

Ein außerordentliches Kündigungsrecht haben die Kunden nicht, da die Preiserhöhung schon zum Zeitpunkt der Einführung der Tarife angekündigt wurde. Kunden, die einen älteren T-Mobile-Tarif nutzen, sind von der Umstellung nicht betroffen.

Kurios: Roaming-Kunden telefonieren günstiger als eigene Kunden

Unklar ist, warum die Kunden im eigenen Netz nach wie vor in fast allen Fällen höhere Preise für EU-Auslandsgespräche zahlen müssen als Roaming-Kunden, die hier von der EU-Regulierung profitieren. So zahlt ein Kunde von T-Mobile Austria, der mit seiner SIM-Karte im deutschen T-Mobile-Netz roamt, rund um die Uhr 55,2 Cent pro Minute für ein Gespräch in die Heimat. Mit einer deutschen T-Mobile-Karte ist das Gespräch mit minütlich 49 Cent lediglich dann günstiger, wenn in der Nebenzeit ein österreichischer Festnetz-Anschluss angerufen wird. Ansonsten sind die Minutenpreise mit bis zu 98 Cent deutlich teurer als für den österreichischen Roaming-Gast.

Bis zu 2,18 Euro pro Minute für Gespräche in exotische Länder

Fast durchweg teurer wird es für die Kunden in den betroffenen Tarifen, wenn sie mit ihrem Handy ab April in ein Nicht-EU-Land telefonieren. So werden in die Tarifzone Welt 1, zu der beispielsweise die USA und die Türkei zählen, künftig rund um die Uhr 1,09 Euro pro Minute verlangt. Sogar 1,38 Euro pro Minute fallen für Anrufe zu einer Handy-Nummer an. Bislang galt zur Hauptzeit ein Minutenpreis von 99 Cent, während in der Nebenzeit minütlich 69 Cent berechnet wurden. Die Unterscheidung zwischen Festnetz- und Mobilfunkanschluss im Zielland ist ebenfalls neu.

Der Minutenpreis für das Tarifgebiet Welt 2, zu der vor allem exotische Staaten gehören, bleibt mit 1,89 Euro gleich. Teurer werden Anrufe zu einem Mobilfunk-Anschluss. Kosten diese noch bis 31. März ebenfalls 1,89 Euro pro Minute, so steigt der Preis nun auf minütlich 2,18 Euro.