Sicherheit

Spurlos: uCan von Option kombiniert USB-Modem und Software

Hersteller zeigt auch Express-Datenkarte und Hotspot zum Mitnehmen
Von Björn Brodersen / Ralf Trautmann
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Schnellen und einfachen Zugang ins Internet über das mobile Breitbandnetz bieten die neuen Produkte des belgischen Modem-Herstellers Option. Das Unternehmen zeigte auf dem Mobile World Congress die HSPA-fähige ausziehbare Daten-Express-Karte Globetrotter Express 441, den WLAN-Hotspot zum Mitnehmen Globesurfer X1 und die Software-Plattform uCan. Letztere kann auf USB-Datensticks eingesetzt werden und stellt dem Nutzer persönliche Dateien und Applikationen sowie den mobilen Internetzugang auch unterwegs an fremden Rechnern zur Verfügung. Während die Datenkarte ab April bei dem Netzbetreiber o2 erhältlich sein wird, steht Option beim Globesurfer X1 und bei der uCan-Software noch in Verhandlungen mit Mobilfunkanbietern.

Datenkarte Globetrotter Express 441 bald bei o2

WLAN-Hotspot: Globesurfer X1
Bild: teltarif.de
Wie bereits berichtet bietet o2 ab April die Laptop-Datenkarte Globetrotter Express 441 unter der Bezeichnung "o2 Surfcard Speed" für 69,99 Euro mit Datenvertrag an. Die in den Express-Card-Slot eines Laptops passende Datenkarte von Option unterstützt mobile Datenübertragungen via HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s sowie HSUPA mit maximal 5,76 MBit/s. Der Clou der GE 441: Sie kann am freien Ende ausgezogen werden. In diesem Fall baut sich die Internetverbindung automatisch auf, der Nutzer muss keine Eingaben auf dem Laptop-Bildschirm vornehmen. Sobald die Datenkarte an dem aus dem Laptop herausschauenden Ende wieder zusammengeschoben wird, bricht die bestehende mobile Internetverbindung ab. Die notwendige Software installiert sich automatisch auf dem Laptop, sobald die Globetrotter Express 441 das erste Mal in den Express-Card-Slot eingesteckt wird.

WLAN-Hotspot zum Mitnehmen: Globesurfer X1

Datenkarte Globetrotter Express 441
Bild: teltarif.de
Für die Anbindung mehrerer PCs oder Laptops an einen Internetzugang eignet sich der tragbare Hotspot Globesurfer X1. An die Hardware können entweder ein Netzwerkkabel oder ein USB-Datenstick angeschlossen werden, die die Verbindung zum Breitband-Internet bereitstellen. Per WLAN (IEEE 802.11b/g/n) haben dann mehrere Rechner die Möglichkeit, sich diesen einen Internetzugang zu teilen. Über einen USB-Anschluss können auch Peripheriegeräte wie etwa ein Drucker oder eine externe Festplatte in das lokale drahtlose Netzwerk eingebunden werden. Die maximale WLAN-Datenrate liegt laut Option bei bis zu 160 MBit/s.

Der Globesurfer X1 soll in Kürze bei Mobilfunkanbietern erhältlich sein, wahrscheinlich im Bundle mit einem HSDPA-Surfstick. Ohne Daten- oder Mobilfunkvertrag wird der Verkaufspreis für den WLAN-Hotspot für unterwegs voraussichtlich zwischen 90 und 120 Euro liegen. Einen ähnlichen Hotspot zum Mitnehmen hat auch Novatel Wireless auf dem Mobile World Congress gezeigt.

uCan: Persönliche Daten und Internet auf jedem fremdem Rechner

uCan-Oberfläche
Bild: Option
Bei uCan handelt es sich um eine Software-Plattform, die auf USB-Modems eingesetzt werden kann. Sie hält unterwegs auf dem Datenstick persönliche Dateien wie Musiktitel, Fotos oder Dokumente, bestimmte mobile Applikationen wie zum Beispiel Open Office, einen Web-Browser, Anti-Viren-Software, Instant Messenger, E-Mail-Client oder Musikplayer sowie die Verbindungssoftware für den Internetzugang für den Nutzer bereit. So stehen dem Anwender auch an fremden Rechnern und verschiedenen PCs jeweils dieselben Daten und Applikationen zur Verfügung. Ein uCan-Datenstick eignet sich somit beispielsweise für Vielreisende.

Welche Anwendungen auf entsprechenden Datensticks installiert sein werden, hängt von den jeweiligen Mobilfunkbetreibern ab, die einen solchen anbieten werden. Vorstellbar ist auch, dass der Mobilfunkbetreiber eigene Anwendungen in sein uCan-Angebot integriert, beispielsweise den direkten Zugriff auf einen Musik-Shop oder einen Application-Store.

Das entsprechende Modem wird einfach an einen Desktop-PC oder Laptop angestöpselt und bietet dann die gewünschten Applikationen. Dabei sollen keine Spuren auf dem genutzten Rechner zurückbleiben: Die Software wird nicht auf dem Rechner installiert, sondern die Anwendungen werden vom Datenstick aus betrieben.

Mit Anwendungen bestückte USB-Sticks zum flexiblen Arbeiten, die keine Spuren auf dem genutzten PC zurücklassen, sind zwar nicht neu, die Kombination mit einer Modemfähigkeit für den mobilen Internetzugang macht diese Lösung aber ziemlich komfortabel. Nutzbar ist sie mit Windows XP, Windows Vista sowie Mac OS X.

Option plant die Auslieferung von eigenen iCON-USB-Modems mit integrierter uCan-Software-Plattform noch für das aktuelle erste Halbjahr 2009. Auf lange Sicht soll diese Technologie für die gesamte Produktreihe der iCON-USB-Modems von Option verfügbar sein. Das Unternehmen kann sich aber auch vorstellen, dass uCAN auf Datensticks anderer Hersteller zum Einsatz kommt.

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Artikel aus dem Themenmonat "Handy & Co."

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