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Erste Eindrücke vom Navihandy nüvifone M20

Prototyp mit brillantem Bildschirm, aber hakeliger Software
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Lange Zeit wurde es erwartet, das erste gemeinsame Handy mit Windows Mobile des Navigationsspezialisten Garmin zusammen mit dem Computer- und Handyhersteller Asus. Zum Mobile World Congress (MWC) wurde nun das nüvifone M20 vorgestellt, teltarif.de konnte auf einer Presseveranstaltung erste Eindrücke von einem Vorserienmodell sammeln.

Garmin-Asus führt derzeit mit Netzbetreibern in Europa und USA Gespräche, die Geräte ab Sommer 2009 über diese Kanäle zu verkaufen. Ob es dabei zu Exklusivpartnerschaften kommen wird, ist noch unklar. Ebenso wurden noch keine Angaben zum Verkaufspreis gemacht.

Das nüvifone M20 beeindruckt mit Form, Handlichkeit und Display

Das nüvifone M20 Die Stärken des nüvifone M20 und speziell des Prototyps, den teltarif.de in Barcelona gesehen hat, liegen zweifelsohne im Display und dem "Formfaktor". Mit Ausmaßen von 95 mal 53 mal 13 mm Millimeter und 99 Gramm liegt das nüvifone M20 perfekt in der Hand und macht auch in der als Standard mitgelieferten Halterung zur Befestigung an der Windschutzscheibe eine gute Figur. Die Farbvarianten rot und schwarz wirken sehr edel, das gelb und blau muss man mögen, wird aber sicherlich auch seine Liebhaber finden.

Am beeindrucksten bislang war die brillante Darstellung der verschiedenen Bilder, Elemente und vor allem Navigationskarten auf dem 2,8-Zoll-TFT-Display in sehr detailgetreu anmutenden Farben. Mit einer Auflösung von 480 mal 640 Pixel wurden auch verwinkelte Ecken in Barcelona in hoher Detailtreue und somit sehr übersichtlich dargestellt.

Software auf dem Vorseriengerät noch recht hakelig

Noch funktioniert nicht alles Die Software und die einzelnen Anwendungen selbst starten auf dem nüvifone M20 derzeit noch recht hakelig - es scheint, dass die Prozessor- und Rechenleistung des noch bei weitem nicht optimal ausgeschöpft wird. Es ist aber bereits erkennbar, dass Garmin-Asus hier nicht nur ein Navigations-Handy mit dem Betriebssystem Windows Mobile (Version 6.1) auf den Markt bringen will, sondern ein vollwertiges Navigationsgerät bestmöglich in ein Handy integrieren will. Dies wird zum einen deutlich, dass man zur Routenführung, Ortung und weiteren Funktionen, wie beispielsweise der Suche bestimmter relevanter Ziele (Points-of-interest, POIs), keine Mobilfunkverbindung benötigt, sondern das gesamte Kartenmaterial und Daten zu den POIs für West- und Ost-Europa sowie USA auf dem Gerät vorinstalliert werden. Ebenso sind in zahlreichen Anwendungen, nicht nur der Kontaktdatenbank, sondern auch bei passenden Anzeigen im Web-Browser, Links zur Navigationsanwendung gesetzt.

Fazit: Display und Konzept beeindruckend, aber noch ein langer Weg in der Umsetzung

Derzeit beeindruckt das nüvifone M20 von Garmin-Asus vor allem hinsichtlich Form und Bildschirm. Auch das Konzept, ein komplettes Navigationsgerät (PND) in das Handy zu integrieren und mit dem Handy zu vernetzen, klingt sehr attraktiv, aber gleichsam auch ambitioniert. Hier liegen sicherlich noch die Aufgaben und Klippen für die kommenden Monate für die Entwickler beim amerikanisch-taiwanesischen Konsortium. Denn mit der aktuell noch sehr hakeligen Software ist das nüvifone M20 noch ein gutes Stück von der Marktreife entfernt.

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