Voraussetzungen

Freescale: Günstigere, dünnere und sparsamere Netbooks

"199-Euro-Marke bei Netbooks wird noch dieses Jahr geknackt"
Von Björn Brodersen
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Der Chip-Hersteller Freescale erwartet, dass noch in diesem Jahr die 199-Euro-Marke für Netbooks unterboten wird. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigt das Unternehmen ein Netbook-Referenzdesign, das auf seinem Prozessor i.MX515 basiert, der den Netbook-Herstellern nicht nur einen Preisvorteil bringen, sondern auch für längere Akku-Laufzeiten und flachere Netbooks als bisher sorgen soll. Erste Netbooks dieser Art auf dem Markt erwartet Glen Burchers, Marketing Director von Freescale, für die zweite Jahreshälfte. Allerdings ist der auf der 1-GHz-CPU von Intel-Konkurrent ARM basierende Prozessor von Freescale nicht mit dem unter den Anwendern beliebten Windows-Betriebssysten von Microsoft vereinbar.

Der Freescale-Chip ist unter anderem auf Multimedia-Anwendungen ausgerichtet und unterstützt Embedded-3G-Konnektivität. Da Freescale nach eigenen Angaben Prozessor, Grafikchips und Memory Bridge in einen einzelnen Chip integriert, können Hersteller mit dieser Plattform Netbooks mit einer Höhe von unter 15 Millimetern bauen. Was beim Freescale-Prozessor ein Chip übernehme, leisten beim Atom-Prozessor von Intel fünf verschiedene Chips, erklärte Burchers in einem Gespräch mit teltarif.de in Barcelona. Auf diese Weise werde die Leistung auf unter ein Drittel (etwa 3 Watt) des Atom-Prozessors gesenkt und die Akku-Laufzeit eines Netbooks mit Freescale-Plattform auf bis zu acht bis zehn Stunden verlängert.

Da die auf der ARM-CPU basierenden Prozessoren nicht mit Windows kompatibel sind, wird es Aufgabe von Freescale sowie die mit dem Unternehmen zusammenarbeitenden Partner wie Xandros und Phoenix sein, dem Großteil der Netbook-Nutzer Linux näher zu bringen. Freescale setzt dabei auf die Linux-Distribution Ubuntu. Zudem gilt es, den zeitlichen Vorsprung des Intel-Atom-Prozessors im Bereich der Netbooks und der Mobile Internet Devices (MIDs) aufzuholen. Auch Qualcomm will dem Intel Atom mit ARM-Prozessoren Paroli bieten.

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